Nutzfahrzeugindustrie

Auch Iveco könnte chinesisch werden - Italien droht mit Veto

Die Industrieholding CNH will ihre Nutzfahrzeugsparte abspalten und an die Börse bringen. Parallel redet der Konzern auch direkt mit dem chinesischen Autobauer FAW. Italiens Regierung jetzt mit einem Veto für den Fall, dass die Chinesen zuschlagen sollten.

Der italienische Staat würde bei einem Verkauf der Lkw- und Bus-Marke Iveco an die chinesische FAW von seinen Eingriffsrechten Gebrauch machen. Das machte Industrieminister Giancarlo Giorgetti klar. Bei Übernahmen von Unternehmen in Branchen von nationalem Interesse kann die Regierung ein Veto einlegen oder strenge Auflagen machen. Iveco würde unter diese Vorschrift fallen, sagte Giorgetti.

Die Industrieholding CNH will ihr Lkw- und Bus-Geschäft eigentlich abspalten und separat an die Börse bringen, spricht aber auch mit dem chinesischen Autobauer FAW, der Interesse an Iveco gezeigt hatte. (reuters/apa/red)

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