Automobilindustrie

Jeder zweite Mitarbeiter bei BMW kritisiert die Arbeitsabläufe

Nach außen glänzt der Premiumhersteller - innen zeigt sich jeder zweite Mitarbeiter unzufrieden mit Abläufen und fordert einen schnelleren Umbau: "Wir sind heute noch ein bürokratischer Haufen", so ein Betriebsrat im Interview.

BMW-Betriebsratschef Manfred Schoch fordert vom Management des Münchener Autobauers eine schnellere Modernisierung der Arbeitsabläufe. "Bei unserer letzten Mitarbeiterbefragung sagte die Hälfte der Mitarbeiter, dass sie mit den Prozessen bei BMW unzufrieden sind. Das sind für mich rote Alarmglocken", sagte Schoch der "Automobilwoche".

"Wir sind heute noch ein bürokratischer Haufen, der Prozesse hat, die nicht mehr adäquat sind. Da muss auch der Vorstand mit einer anderen Geschwindigkeit ran", mahnte der Betriebsrat das Management um Konzernchef Harald Krüger zu mehr Tempo beim Umbau der Organisation.

Die Automobilindustrie steht mit der stärker werdenden Konkurrenz von Technologiekonzernen wie Apple oder der Google-Mutter Alphabet unter Druck, neue Entwicklungen schneller auf den Markt zu bringen. "Menschen, die noch an den Siebenjahreszyklen hängen, sind heute eher Ballast", sagte Schoch der Branchenzeitung. (dpa/apa/red)

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