Automatisierung Österreich : Österreichs größte Automatisierungsunternehmen: Diese innovativen Firmen treiben die Branche an
Robotik, KI und Intralogistik prägen die neue Automatisierungslandschaft in Österreich – die größten Anbieter treiben den Wandel mit modernen Systemlösungen voran.
- © Industriemagazin (KI-generiert)Österreichs Automatisierungsbranche befindet sich in einer Phase der Neuordnung. Nach einer spürbaren Nachfragekrise stabilisiert sich der Markt zwar langsam, doch die Herausforderungen bleiben groß. Vor allem die klassische Maschinenautomation steht weiter unter Druck, weil Investitionen in vielen Industriebereichen vorsichtiger geplant werden. Gleichzeitig entstehen neue Wachstumsfelder, die den heimischen Anbietern zusätzliche Chancen eröffnen.
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Besonders stark entwickeln sich Bereiche wie Prozessautomation, Robotik, Intralogistik und die Integration von Künstlicher Intelligenz in bestehende Produktionssysteme. Viele österreichische Automatisierungsunternehmen setzen deshalb verstärkt auf offene Plattformen, digitale Services und intelligente Softwarelösungen. Damit verschiebt sich der Fokus zunehmend von einzelnen Maschinen hin zu vernetzten Gesamtsystemen.
Auffällig ist auch, dass Österreichs führende Anbieter ihre internationale Ausrichtung weiter ausbauen. Globale Märkte helfen dabei, Schwächen in einzelnen Branchen oder Regionen auszugleichen. Zugleich investieren die Unternehmen in nachhaltige Technologien, energieeffiziente Produktionslösungen und flexible Automatisierungskonzepte.
Die größten Automatisierungsunternehmen des Landes zeigen damit, wie vielfältig und widerstandsfähig die Branche ist. Vom Systemanbieter über den Intralogistikspezialisten bis zum Robotikchampion prägen sie nicht nur den Standort Österreich, sondern auch internationale Entwicklungen in der industriellen Automatisierung.
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Siemens Österreich Umsatz: 3,3 Mrd. EUR | Mitarbeiter: 9.500Siemens setzt mit der Integration von KI und softwarebasierter Steuerungstechnik neue Maßstäbe in der Industrieautomation. Mit Lösungen wie der Simatic Automation Workstation und der KI-basierten Plattform Industrial Operations X vereinfacht Siemens die Verwaltung von Automatisierungssystemen und optimiert Fertigungsprozesse durch fortschrittliche Datenverarbeitung und Robotik. In Zusammenarbeit mit NVIDIA werden KI-Anwendungen für vorausschauende Wartung und Qualitätskontrolle vorangetrieben. Darüber hinaus verändert der Industrial Copilot das Engineering, indem er Automatisierungssoftware durch generative KI schneller und weniger fehleranfällig macht.
>>> Zwischen Konzernlogik und Bauchgefühl: Der neue Führungsstil der Siemens-Chefin
Siemens Österreich spezialisiert sich in der Automatisierungstechnik auf die durchgängige digitale Fabrikintegration durch die Plattform Totally Integrated Automation (TIA), KI-gestützte Steuerungssysteme mit dem Industrial Copilot, digitale Zwillinge für virtuelle Produktionsplanung sowie die offene Business-Plattform Siemens Xcelerator – mit Branchenlösungen für Maschinen- und Anlagenbau, Pharma, Batterieherstellung, Lebensmittel und Halbleiter, ergänzt durch Smart Infrastructure für dezentrale Energiesysteme und intelligente Gebäudetechnik sowie umfassende Mobilitätslösungen.
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Knapp AG Umsatz: 2 Mrd. EUR | Mitarbeiter: 8.100Mit einem klaren Fokus auf Innovation präsentiert Knapp fortschrittliche Technologien für die Lagerverwaltung bis hin zu flexibler Produktionsversorgung. Ein zentrales Highlight ist das Konzept „Mission: Zero Touch“, das auf maximale Automatisierung setzt, um Arbeitskräfte zu entlasten und Effizienz zu steigern. Ein besonderes Merkmal von Knapp ist die enge Verzahnung von Software und Hardware. So fungiert die Logistiksoftware-Suite KiSoft als zentrale Steuerungseinheit, die Daten in Echtzeit sammelt und für präzise Entscheidungen nutzt. Gleichzeitig treibt KNAPP mit autonomen mobilen Robotern, digitalen Zwillingen und integrierten Qualitätssicherungssystemen die Entwicklung voran.
Die Knapp AG ist Weltmarktführer in hochautomatisierter Intralogistik spezialisiert auf automatisierte Lagersysteme (OSR Shuttle Evo), intelligente Robotik (AeroBot-System mit Lidar-Navigation, Open Shuttles AMR) und vertikal integrierte Softwarelösungen. 2025 realisierte Knapp das preisgekrönte AeroBot-System mit 3D-Fähigkeit und autonomer Navigation sowie die KiSoft Delivery Solution für CO2-Optimierung von Transportrouten. Mit Großprojekten für Bestseller, Falabella, Lojas Renner, Cencosud und US-Apotheken-Automatisierung demonstriert das Unternehmen globale Systemintegrationskompetenz
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TGW Logistics Umsatz: 1 Mrd. EUR | Mitarbeiter: 4.500TGW Logistics treibt mit Technologien wie dem revolutionären Taschensorter „SmartPocket“ und dem Kommissionierroboter „RovoFlex“ die Effizienz und Skalierbarkeit in der Branche voran. Der RovoFlex, ausgezeichnet als „Material Handling Innovation of the Year 2024“, setzt auf künstliche Intelligenz, um Kommissionierprozesse kontinuierlich zu optimieren. Derzeit stehen alle Zeichen auf Expansion: Bis Sommer 2026 investiert TGW in ein 25.000 m² großes Produktionsgebäude sowie ein hochautomatisiertes Lagersystem am Headquarter in Marchtrenk.
>>> TGW-Chef Henry Puhl: Warum sich die Intralogistik gerade neu erfindet
Die TGW Logistics ist Systemintegrator für hochautomatisierte Intralogistik spezialisiert auf KI-gestützte Kommissionierroboter (RovoFlex, PickCenter), Taschensorter-Systeme (SmartPocket) und mobile Roboter (Quba-Familie) mit Mechatronik-, Robotik- und Softwarelösungen. 2025 präsentierte TGW sein erneuertes Markenkonzept mit dem RovoFlex – das durch Machine Learning mit jedem Greifvorgang effizienter wird – sowie das SmartPocket-System mit autonomen Robotern statt Schleppketten. Mit Großprojekten für Strauss, Intersport, Mango, Wiesenhof, Leroy Merlin und Richard Wolf ist TGW gefragter Partner bei internationalen Großunternehmen.
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B&R Industrial Automation Umsatz: 653 Mio. EUR | Mitarbeiter: 2.200B&R gehört international zu den Innovationstreibern in der Automatisierungstechnik. Besonders hervorzuheben ist das Automation Studio, die B&R-Plattform, die Entwicklung und Bereitstellung von Automatisierungslösungen revolutioniert. Sie bietet durch KI-gestützte Assistenz und cloudbasierte Zusammenarbeit maximale Effizienz für Entwicklerteams. Ergänzt wird dies durch flexible und skalierbare Systemlösungen wie ACOPOS 6D, das mit schwebenden Transportmodulen präzise und wartungsarme Produktionsprozesse ermöglicht. Mit einem Fokus auf Robotik, mobilen Automatisierungslösungen und offenen Softwareplattformen setzt B&R auf durchgängige Integration und maximale Flexibilität für industrielle Anwendungen.
>>> Warum der KI-Boom in der Logistik am Mittelstand scheitert
B&R Industrial Automation spezialisiert auf offene, App-basierte Automatisierungslösungen mit der Automation Studio-Plattform für Industrial IoT, Steuerungssysteme, Antriebstechnik und vernetzte Produktion. 2025 präsentierte B&R die neue Automation Studio 6 mit KI-unterstütztem Code-Editor, das flexible Transportsystem ACOPOStrak. Mit dem Innovation Campus Eggelsberg als europäischem Zentrum für Automatisierungsausbildung und der Integration in die ABB Process Automation Division bleibt B&R führender Systemintegrator für offene Automatisierungsökosysteme.
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KEBA Group Umsatz: 515 Mio. EUR | Mitarbeiter: 2.100KEBA bietet maßgeschneiderte Lösungen, die von Robotik über Antriebs- bis hin zu HMI-Technologien reichen. Ihre Plattform „Kemro X“ kombiniert Hardware und Software und ermöglicht eine nahtlose Integration von Lösungen, einschließlich digitaler Zwillinge, um die Produktivität und Effizienz in Anwendungen wie Verpackung und Intralogistik zu steigern. Neueste Entwicklungen wie der KeDrive D5, ein kompakter Einzelachsen-Servoantrieb, und der Einsatz von KI-gestützten Modulen heben KEBA als Pionier in flexiblen und präzisen Automatisierungslösungen hervor. Ein besonderer Fokus liegt auf flexibler Robotik und innovativen Steuerungssystemen, die es ermöglichen, komplexe Prozesse zu optimieren, ohne auf tiefgehende Automatisierungskenntnisse angewiesen zu sein.
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Die KEBA Group ist spezialisiert auf Steuerungs- und Antriebstechnik sowie E-Mobilität mit Ladelösungen für Elektrofahrzeuge, IoT-Lösungen und Smart Factory Technologien mit globalem Geschäftsansatz. Durch die Übernahme von EnerCharge wurde KEBA zum Vollsortimenter in der Ladeinfrastruktur – von privaten Wallboxen bis zu öffentlichen DC-Schnellladern – und positioniert sich mit dem Programm eMove Austria als Anbieter für staatliche E-Mobilität-Förderungen. Mit über 500.000 installierten Ladestationen weltweit, Großkundengewinnen in Südostasien und China sowie internationalen Automatisierungslösungen beweist KEBA globale Wettbewerbsfähigkeit