Lkw-Verkehr

Minister Leichtfried will Lohndumping auf den Autobahnen bekämpfen

Österreich hat mit anderen EU-Staaten schärfere Kontrollen im Lkw-Verkehr vereinbart. Ziel ist es, das stark steigende Dumping bei Löhnen der Transportunternehmen zurückzudrängen. Die heimische Frächterbranche begrüßt das Papier.

Vier von fünf Lkw-Fahrer kochen täglich im Lkw, 70 Prozent von ihnen waren seit über zwölf Wochen nicht zuhause, kritisierte kürzlich die Verkehrsgewerkschaft vida auf Basis einer Befragung von 1.000 Transitfahrern aus Südosteuropa. Nun soll ein europäischer Schulterschluss für eine Verbesserung sorgen.

Ein neues Papier gegen alte Ausbeutung

Österreich hat gemeinsam mit acht weiteren europäischen Staaten ein Bündnis für faire Arbeitsbedingungen auf Europas Straßen gegründet. Gestern wurde dafür in Paris ein Memorandum unterzeichnet. Ziel ist es, die Kontrollen zu verschärfen und besser abzustimmen, um Verstöße gegen die Sozial- und Sicherheitsvorschriften zu verhindern.

"Wir müssen dem Lohn- und Sozialdumping bei Lkw-Lenkerinnen und Lenkern einen Riegel vorschieben", fordert Infrastrukturminister Jörg Leichtfried (SPÖ). Und vida-Experte Karl Delfs ergänzt: "Mit dem neuen Abkommen können wir dem Abwärtstrend bei Sozialem und Entlohnung im Transportwesen endlich effektiv entgegenwirken."

White Paper zum Thema

Heimische Frächter zufrieden

Zufrieden sind auch die österreichischen Frächter, wenn auch mit einem anderen Schwerpunkt: Sie erhoffen sich dadurch eine Eindämmung der illegalen Gewerbeausübung durch Billigkonkurrenz. (apa/red)

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