Venture Capital

Doppelmayr, Plansee und Speedinvest investieren in Industrie-Startups

Speedinvest will gemeinsam mit Doppelmayr und Plansee und weiteren heimischen Industrieunternehmen 50 Millionen Euro in europäische industrielle Tech-Start-ups investieren.

Das Speedinvest-i-Team: Heinrich Gröller (Partner), Florian Obst (Associate), Andreas Schwarzenbrunner (Principal), Marie-Helene Ametsreiter (Partnerin)

Die Digitalisierung der Industrie schreitet unaufhaltsam voran - und vor allem große Unternehmen mit ihren eher starren Strukturen haben Probleme, mit neuen Technologien und Möglichkeiten Schritt zu halten und versuchen deshalb, durch vielfältige Lösungsansätze Innovation ins Haus zu holen. Speedinvest will mit dem Fonds Speedinvest Industry (Speedinvest i) nun Abhilfe schaffen: 50 Millionen stehen Startups, die an der Transformation der Industrie arbeiten, ab sofort an Wachstumskapital zur Verfügung. Im Fokus stehen Bereiche wie Smart Factory, Big Data und Analytics.

Kerninvestoren: Doppelmayr & Plansee

Laut Informationen von Speedinvest sollen etwa 20 Industriepartner aus Österreich und Deutschland in den Fonds investieren - als Kerninvestoren werden das Vorarlberger Seilbahnunternehmen Doppelmayr, der Tiroler Hochleistungswerkstoffhersteller Plansee oder der Baumaschinenhersteller Wacker Neuson genannt. Die Unternehmen investieren zwischen 500.000 Euro und mehreren Millionen - Großinvestoren zahlen mindestens drei Millionen Euro in den Topf ein.

"Unser Engagement ergab sich aus den Potentialen, die wir in der Start-up Szene sehen – insbesondere rund um die Themen Technologie und Entwicklung", heißt es vonseiten Doppelmayrs auf Anfrage von INDUSTRIEMAGAZIN. "Wir freuen uns, den ersten Industrial Tech Fonds im DACH-Raum gemeinsam mit Speedinvest mitzubegründen", sagt Hanno Ulmer, Vorstand der Doppelmayr Gruppe. Über die Investitionssumme wolle Doppelmayr keine Auskunft geben.

White Paper zum Thema

Insgesamt stehen derzeit 50 Millionen Euro für Industrial Tech Startups aus Europa zur Verfügung. Anfang nächsten Jahres soll dann das finale Closing erfolgen, bis dahin kann die Industrie in den Fonds investieren. Die Vorteile liegen für Speedinvest auf der Hand: „Für etablierte Industriebetriebe bietet Speedinvest i eine ideale Möglichkeit für Startup Investments an. Sie müssen nicht mehr selbst ein Startup-Beteiligungsvehikel aufbauen, sondern können Speedinvest i als Fonds nutzen und sind als Investoren aktiv in die Suche und Auswahl der Startups eingebunden“, heißt es in der Aussendung.

Speedinvest i richte sich nach eigenen Angaben an Gründer aus ganz Europa von Großbritannien bis Russland, habe aufgrund der starken industriellen Basis aber einen besonderen Fokus auf den DACH-Raum. „Die Europäische Industrie steht vor einer enormen Veränderungswelle, die durch neue Technologien ausgelöst wird. Wir stehen am Beginn einer industriellen Revolution und wollen hier als First Mover die Digitalisierung der Industrie und die besten Startups aus ganz Europa erfolgreich unterstützen“, erklärt Marie-Helene Ametsreiter, die gemeinsam mit Heinrich Gröller Speedinvest i leitet.