Event-Vorschau : Logistik im Realitätscheck: Was im Umbruch wirklich funktioniert

ILS Main Event 2025
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Philosophiert wird in Zeiten von Künstlicher Intelligenz ohnehin sehr viel, theoretische Diskussionen helfen Wirtschaftstreibenden bei rasant voranschreitenden technologischen Umbrüchen und wirtschaftlich herausfordernden Zeiten nicht weiter. Deshalb soll beim Main Event der Independent Logistics Society im Oktober in Graz gemeinsam festgestellt werden, was unter realen Bedingungen wirtschaftlich, technologisch, gesellschaftlich und menschlich - vor allem im Bereich Logistik - umsetzbar ist.

Entscheider und Entscheiderinnen, Forschende, Technologieprofis und Politikmachende teilen aus ihrer beruflichen Erfahrung praxiserprobte Lösungsmodelle, die sich unter realen Bedingungen als erfolgreich erwiesen und maßgeblich zur Weiterentwicklung des jeweiligen Projekts beigetragen haben. Als Lead Host führt Christian Clerici durch die Veranstaltung.

“Thematisch können sich die Besucher heuer auf die Schwerpunktthemen Infrastruktur und Mobilität, Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft, Smart Logistics und Technologie sowie KI, Daten und Sicherheit freuen” so Projektleiter Kajetan Bergles. “Zudem werden 2026 auch die Bereiche Geopolitik sowie Robotik & Automatisierung beleuchtet", wie die Veranstaltenden verraten.

Wie auch im letzten Jahr wird Dispo-Chefredakteurin Michaela Holy ein Panel moderieren. Beim Main-Event 2025 ging es dabei um das Spannungsfeld Geopolitik, Digitalisierung und Führung. Bei der Diskussion auf der Bühne wurde dabei Cybercrime als eine der größten Bedrohung der Logistik besprochen. Denn ausgerechnet dort, wo viele Unternehmen Sicherheit vermuten, entstehen neue Risiken.

Aktuelle Themen praktisch beleuchtet

Unter dem Motto eines „lebenden Zukunftslabors“ bringt das ILS Main Event Vertreter aus Industrie, Wissenschaft, Wirtschaft und Politik zusammen. Nach der Eröffnung stehen zunächst Fachkräftemangel und Ausbildung im Mittelpunkt. Eine Diskussionsrunde beschäftigt sich damit, was es für die Industrie bedeutet, wenn der Weg an die Spitze nicht über die Universität, sondern über eine praktische Ausbildung führt.

Einen zentralen Schwerpunkt bilden Infrastruktur und Mobilität. Lieferketten, Energie, Mobilität und digitale Netze werden dabei als strategische Hebel der Wirtschaft betrachtet. Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutieren, wie weltweite Krisen, tatsächliche Kosten und eine eigene, unabhängige Energieversorgung die Zukunft von Unternehmen, Gebäuden und Verkehrsnetzen beeinflussen – und wie Standorte krisenfest gemacht werden können.

Im Themenblock Smart Logistics & Technologie geht es anschließend darum, was passiert, wenn industrielle Systeme beginnen, selbstständig zu sehen, zu bewerten und vorauszudenken. Darüber diskutieren Vertreter von FH CAMPUS 02, SSI Schäfer, Sick, ivii und Siemens.

Ein weiterer Schwerpunkt ist der „Transformation Act“ am Nachmittag. Smudo von den Fantastischen Vier spricht über 35 Jahre im ständigen Wandel der Musikbranche. Gemeinsam mit FACC-CEO Robert Machtlinger und Knapp-CTO Franz Mathi wird der Frage nachgegangen, was Unternehmen von technologischen Umbrüchen lernen können und warum Anpassungsfähigkeit eine wesentliche Führungsqualität ist. Das Praxisbeispiel „Vom steirischen Weingarten zur Wertschöpfungskette“ zeigt zum Abschluss des ersten Tages, wie regionale Qualität den Sprung auf den Weltmarkt schaffen kann.

Der zweite Veranstaltungstag widmet sich Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft. Biogena-COO Julia Hoffmann eröffnet mit einer Keynote zu Gesundheit, Resilienz und Female Leadership als strategischen Führungsentscheidungen. Anschließend zeigen Reploid und die Montanuniversität Leoben anhand konkreter Praxisbeispiele, wie Kreislaufwirtschaft in der Industrie funktionieren kann. Gemeinsam mit Vertretern von Energie AG Oberösterreich Umweltservice, Mayr-Melnhof Holz, EMEA Headwall und Nedcon geht es schließlich darum, wie aus nachhaltigen Ansätzen eine rentable Industrie entstehen kann.

“Dass wir das ILS Main Event heuer erstmals in Graz veranstalten, ist kein reiner Ortswechsel, sondern ein strategisches Bekenntnis zur Zukunft. Als Smart City bietet Graz genau jenes Umfeld, das ein Format wie das ILS Main Event braucht, um Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung zusammenzubringen. Ich bin überzeugt, dass uns dieser Schritt nachhaltig vorantreibt” , so Philipp Maier, CEO der Agentur Brainsworld.