Astotec Automotive hat seine Wurzeln nicht in der Elektromobilität, sondern in der klassischen Fahrzeugsicherheit. Produkte für Fußgängerschutz und Insassensicherheit bildeten lange das Kerngeschäft. Relativ früh war für das Unternehmen klar, dass es für die Zukunft nötig ist, diese Kompetenzen auf elektrische Antriebssysteme zu übertragen.
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CEO Jürgen Schranz beschreibt die Entwicklung als strategische Erweiterung – mit Blick auf einen Markt, dessen Richtung zwar feststeht, dessen Tempo jedoch schwankt. Die Entscheidung, pyrotechnische Technologien auch für Hochvoltsysteme zu nutzen, sei gefallen, um die technologische Entwicklung aktiv mitzugestalten.
Daraus entstand ein neues Portfolio rund um pyrotechnische Trenner für Hybrid- und Elektrofahrzeuge – Komponenten, die im Fehlerfall die Batterie elektrisch vom Fahrzeug trennen.
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Die Entwicklung dieser Technologie begann bereits Mitte der 2010er-Jahre. Damit investierte Astotec früh in ein Segment, das erst Jahre später in größeren Stückzahlen relevant wurde. Heute gehören diese Bauteile zu den wichtigsten E-Mobility-Produkten des Unternehmens. Nach einem starken Boom habe sich der Markt auf ein stabileres Niveau eingependelt. „Man hat jetzt eine gesunde Wachstumsrate erreicht“, sagt er. Frühere Erwartungen seien teilweise überzogen gewesen, insbesondere während der starken Expansionsphase um 2018 und 2019. Er verweist auf die Entwicklung von Mild-Hybrid-Konzepten hin zu Plug-in-Hybriden und batterieelektrischen Fahrzeugen in den USA. „Genau dieses Thema findet jetzt gerade in Nordamerika statt“, sagt Schranz.