Luftfahrt

Wegen Streit mit Lufthansa: Auf Laudamotion wartet ein heißer Herbst

Der Streit zwischen Ryanair und Lufthansa um neun geleaste Maschinen von Laudamotion könnte der Gesellschaft von Niki Lauda einen heißen Herbst bescheren - im November soll der Prozess richtig los gehen. In Kürze übernimmt Ryanair die Mehrheit an Laudamotion.

Eine erste Anhörung vor einem Londoner Gericht im Streit zwischen Ryanair und Lufthansa um neun geleaste Laudamotion-Flieger ist ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Das Hauptverfahren beginnt erst im November, wie es von der Lufthansa gegenüber der Austria Presseagentur hieß.

Laudamotion und Ryanair gaben sich wortkarg und erklärten, das laufende Verfahren nicht kommentieren zu wollen.

Die Lufthansa erklärte auf Anfrage: "Wir begrüßen, dass das Gericht in London schnell eine Klärung herbeiführen möchte und das Hauptverfahren am 19. November 2018 beginnt. Lufthansa ist weiterhin fest davon überzeugt, dass die Kündigung des Leasingvertrages mit Laudamotion rechtmäßig war."

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Die AUA-Mutter Lufthansa hatte die Verträge für alle an Laudamotion vermieteten Flugzeuge gekündigt und dies mit "zum wiederholten Male nicht wie vereinbart nachgekommenen" Zahlungsverpflichtungen begründet, was die Laudamotion-Mutter Ryanair als falsch zurückweist. So lange das Gerichtsverfahren in London nicht beendet ist, bleiben die Flugzeuge bei Laudamotion.

Der Streit betrifft fast die Hälfte der Laudamotion-Flotte.

(apa/red)