Bahnbau

Porr gewinnt bisher größten Bahnbauauftrag in Polen

Der heimische Baukonzern Porr hat seinen bisher größten Bahnbauauftrag in Polen auf Schiene gebracht, der 290 Millionen Euro schwer ist.

Bauindustrie Porr Polen Karl-Heinz Strauss

Bis Mai 2023 werden auf der fast 71 Kilometer langen Strecke zwischen Kalina und Rusiec Lodzki die Gleise und 148 Weichen erneuert sowie die Leit- und Sicherungstechnik, die Oberleitung und 17 Bahnübergänge modernisiert. Den Angaben zufolge müssen dabei auch 71 Ingenieurbauwerke saniert werden, so etwa auch eine knapp 100 Meter lange Eisenbahnüberführung über den Fluss Warta. Auftraggeber ist das polnische Eisenbahninfrastrukturunternehmen PKP PLK S.A.

Der Vertrag über ein Ordervolumen von rund 290 Millionen Euro wurde laut Unternehmensinformation bereits unterzeichnet. Den Oberleitungsbau übernimmt der polnische Partner Trakcja System. Auf die Porr als Konsortialführerin (84 Prozent) entfallen etwa 244 Mio. Euro des Auftragsumfangs.

"Die im 20. Jahrhundert errichtete Eisenbahnstrecke Nr. 131 ist nicht nur für den Personen-, sondern vor allem für den Güterverkehr von großer Bedeutung - sie verbindet die wichtige Industrieregion Oberschlesien mit den Ostseehäfen Danzig und Gdynia", erklärte Porr-Chef Karl-Heinz Strauss in einer Pressemitteilung.

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Mit dem vorliegenden Projekt sei die Porr bei Bahnbauaktivitäten in Polen seit 2011 bereits zum 35. Mal zum Zug gekommen. Der Entwurfsplan müsse nun binnen 90 Tagen fertig sein; sämtliche erforderlichen Baugenehmigungen sollten nach 13 Monaten vorliegen. (apa)

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