Chemische Industrie

Gewinn bei Borealis leicht gesunken - geringere Preise für Polyolefin

Bei dem auf Kunststoffe und Düngemittel spezialisierten Chemiekonzern Borealis ist der Nettogewinn im Vorjahr um vier Prozent gesunken. Treiber waren niedrigere Polyolefin-Preise in Asien. 2020 werde schwierig, aber Borealis werde "ein akzeptables Ergebnis abliefern", so Konzernchef Stern.

Der auf Kunststoffe und Düngemittel spezialisierte Chemiekonzern Borealis, an dem die OMV 36 Prozent hält, hat 2019 einen Nettogewinn von 872 Mio. Euro erzielt - nach 906 Mio. Euro im Vorjahr. Auf das Ergebnis gedrückt haben die niedrigen Polyolefin-Preise in Asien, die den Beitrag des Joint Ventures Borouge gedrückt haben, wie die Borealis bekannt gab.

Die negativen Effekte hätten sich aufgrund der soliden Polyolefinmargen in Europa und der verbesserten Ergebnisse im Segment Pflanzennährstoffe, Melamin und technische Stickstoffe in Grenzen gehalten, erklärte Finanz-Vorstand Mark Tonkens in einem Pressegespräch in Wien.

Das vierte Quartal fiel im Vergleich zum Schlussquartal 2018 gut aus: Der Nettogewinn stieg von 94 Mio. auf 138 Mio. Euro. Das Ergebnis 2018 war durch eine einmalige Wertminderung von 92 Mio. Euro beeinträchtigt gewesen.

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"Wir glauben, das 2020 wieder ein herausforderndes Jahr wird", sagte Borealis-Chef Alfred Stern. "Die globale Konjunktur wird sich weiter abschwächen und wir werden weiterhin Druck auf die Margen unserer Produkte spüren." Die Coronavirus-Epidemie werde zumindest in naher Zukunft ebenfalls dämpfend wirken. Auch in Europa werde der Margendruck zunehmen, weil die Nachfrage langsamer wachse. "Ich glaube aber, dass wir ein akzeptables Ergebnis abliefern werden." Die endgültigen Ergebniszahlen für 2019 will Borealis Mitte März veröffentlichen. (apa/red)