Luftfahrt

Geldregen für Alitalia - auch Unicredit greift tief in die Tasche

Eine Geldspritze in Höhe von über einer Milliarde Euro soll die italienische Fluggesellschaft Alitalia vor der Pleite retten. Dafür muss auch die Bank-Austria-Mutter UniCredit viel Geld in die Hand nehmen.

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Um den Konkurs der italienischen Airline abzuwenden, hat das Konsortium italienischer Aktionäre Alitalia CAI, das nach der arabischen Airline Etihad der größte Aktionär der italienischen Airline ist, beschlossen, Finanzierungen in Höhe von 472 Millionen Euro zur Zahlung der Gehälter des Personals und des Treibstoffs zu gewähren. 

UniCredit hält knapp 13 Prozent an Alitalia CAI, Intesa Sanpaolo besitzt gut 20 Prozent. Die Banken eröffneten für Alitalia eine Kreditlinie.

Im März soll die Airline weitere 590 Millionen Euro Finanzierungen erhalten. Damit soll Alitalia in der Lage sein, seinen Entwicklungsplan umzusetzen. Die italienische Airline steuert auf einen Sanierungsplan mit Einsparungen in Höhe von 500 Millionen Euro zu. Allein beim Personal sollen 2017 150 Millionen Euro eingespart werden. Bis zu 1.500 Jobs sollen wegrationalisiert werden. Dabei handelt es sich um die dritte große Umstrukturierung bei der Airline nach jenen in den Jahren 2008 und 2014.

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Einsparungen sollen beim Leasing von Flugzeugen, sowie im Bereich Dienstleistungen und im Flughafenbereich bewirkt werden. Auch bei den Routen wird rationalisiert. So wird es keine Alitalia-Verbindungen mehr zwischen dem Mailänder Flughafen Malpensa und dem Airport Rom Fiumicino geben. Alitalia wird von Rom lediglich den kleineren Stadtflughafen Mailand Linate anfliegen. (apa)