Autoindustrie

Fiat könnte sein Werk in Serbien schließen

Serbischen Medien zufolge könnte Fiat Chrysler sein großes Werk in Serbien schließen. An dem Standort mit 2.460 Mitarbeitern wird das Modell "500 L" hergestellt.

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Fiat Chrysler dürfte laut der Belgrader Tageszeitung "Politika" den Abzug aus Serbien (Kragujevac) vorbereiten. Den Anlass für solche Spekulationen lieferte ein Streik der Mitarbeiter, die seit Dienstag eine Steigerung des Durchschnittslohns von 38.000 auf 50.000 Dinar (414 Euro) fordern.

Die Geschäftsführung der Autofabrik hat bis jetzt keine Bereitschaft gezeigt, mit den Streikenden über die Lohnerhöhung zu verhandeln. Das Unternehmen hat 2.460 Mitarbeiter.

Wie "Politika" am Freitag berichtete, läuft das seitens Fiat im Jahre 2008 mit der damaligen serbischen Regierung unterzeichnete Abkommen noch bis Ende 2018. Die Italiener hatten die Automobilfabrik zu 67 Prozent übernommen, weitere 33 Prozent blieben dem serbischen Staat. Die beiden Eigentümer hatten daraufhin entsprechend ihrer Beteiligungshöhe insgesamt 1,3 Mrd. Euro in die Modernisierung des Betriebs investiert.

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Bis Ende des Vorjahres wurden in Kragujevac rund 382.000 Autos vom Typ "500 L" hergestellt. In den letzten Jahren war die Produktion allerdings stetig im Sinken begriffen. (apa/red)

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