Cloud Computing

EU startet Cloud-Ausschreibung mit über 35 Millionen

Das Europäische Cloud Business suchte bei der Konferenz „Cybersecurity und Cloud Computing“ Möglichkeiten, wie Europas digitaler Binnenmarkt gestärkt werden kann. Gleichzeitig gab sie einen Ausblick auf die kommende Ausschreibung zur Beschaffung von Cloud-Diensten für die EU-Institutionen.

Fabasoft Europäische Union Cloud Computing Cybersecurity

Auf Initiative von Fabasoft luden die EU-Arbeitsgruppen CSPCert und SWIPO in die Wiener Aula der Wissenschaften zur international besetzten Konferenz "Cybersecurity und Cloud Computing: So erreicht Europa den ultimativen Wettbewerbsvorteil am digitalen Weltmarkt". Im Rahmen der DSM Cloud Stakeholder Konferenz wurde über die Bedeutung von Cloud Computing für den europäischen Binnenmarkt und den Arbeitsfortschritt der"„Cloud Working Groups§ berichtet.

Der Direktor von Future Networks bei der DG CONNECT in der Europäischen Kommission, Pearse O'Donohue, berichtete über die aktuellen Weichenstellungen zur Stärkung des Digitalen Binnenmarkts Europa und die Entwicklung hochwertiger Cloud- und Datendienste. In Bezug auf die jüngsten Regulierungsinitiativen, die den freien Fluss nicht personenbezogener Daten in Europa sowie den European Cyber Acts betreffen, betonte Pearse O'Donohue die Rolle der aktuellen Selbstregulierungsinitiativen zur Schaffung einer besseren, sichereren und offenen Cloud-Umgebung. 

"Einzigartige Möglichkeit"

Die Cloud-Industrie hätte jetzt die einzigartige Möglichkeit, eine vertrauenswürdige und hochwertige Cloud-Umgebung aufzubauen, indem Verhaltensregeln in den Bereichen Anbieterwechsel, Sicherheitszertifizierung und Datenschutz entwickelt werden. Das solle einen weltweiten Wettbewerbsvorteil für den europäischen Cloud-Markt schaffen und vermeiden, dass weitere regulatorische Eingriffe erforderlich seien, so O’Donohue. 

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Er besprach auch die Möglichkeit einer gemeinsam erarbeiteten Cloud-Regulierung, trotz Wettbewerb: „Natürlich stehen Cloud-Unternehmen miteinander im Wettbewerb, aber sie haben aktuell die Wahl, entweder zusammenzuarbeiten, um Voraussetzungen zu schaffen, die sowohl für sie als auch die User passend sind. Die Alternative besteht in einer starren Regulierung ohne Mitspracherecht. Da alle Unternehmen über dasselbe technische Know-how verfügen, haben sie auch die gleichen Probleme betreffend Datensicherheit oder der Anforderung, dass Kunden bei einem Anbieterwechsel problemlos ihre Daten überspielen können. Daher sollen europäische Cloud-Betreiber jetzt ihre Ressourcen bündeln, um eine branchenweit funktionierende Lösung zu erarbeiten und zu einem Industriestandard zu machen. Dann gibt es auch keinen unfairen Wettbewerb.“

35 Millionen Euro: Start der Cloud II Ausschreibung 

Der Programm-Manager Cloud Sector in der DG DIGIT der Europäischen Kommission, Javier Cáceres, gab einen Ausblick auf die kommende Cloud II Phase II Ausschreibung zur Beschaffung von Cloud-Diensten für die EU-Institutionen. Ab dem nächsten Jahr werden vier Cloud-Dienste-Kategorien zur Ausschreibung gelangen: SaaS Services, Mandantenfähige IaaS/PaaS Services, Community/Private IaaS/PaaS Services und Cloud Professional Services. Das Ausschreibungsvolumen wird über den 35 Millionen Euro der Erstausschreibung von 2014 liegen.

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