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Die stärksten SUV im Vergleich

Unser Schwesterheft Oberklasse+Firmenwagen hat die drei stärksten deutschen Kompakt SUVs verglichen. BMW X3 gegen Audi Q5 und Mercedes GLC: Platznehmen und Anschnallen!

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BMW X3

BM X3 M40i, BMW X3 © BMW

Exterieur Gegenüber seinen älteren Vorgängern hat die dritte Generation des X3 in fast allen Abmessungen zugelegt. Dadurch wirkt der neue X3 deutlich bulliger und breiter. Kurze Überhänge vorne und hinten lassen den Boliden fest auf der Straße stehen. Die dreidimensionale Doppelniere und die schnittigen Scheinwerfer sorgen für einen sportlichen Auftritt. Der heruntergezogene Dachspoiler, die doppelbordigen Endrohre und die Voll-LED-Leuchten in 3D-Optik unterstützen seine Performance. Dank der Bodenfreiheit von 204 Millimeter ist der X3 auch für Off-Road-Gelände bestens geeignet.

Interieur Der Innenraum besticht durch hochwertige Materialien und einer ausgezeichneten Verarbeitungsqualität. Schicke Sportsitze geben Halt und Sicherheit. Auch im Fond herrschen großzügige Platzverhältnisse vor. Das Kofferraumvolumen wurde gegenüber dem Vorgänger auf rund 550 Liter erhöht. Klappt man die zweite Reihe um, erhöht sich das Volumen auf 1.600 Liter. Die Rundinstrumente hinter dem Lenkrad sind zwar digitalisiert, kommen aber mit einem gefälligen Analog-Retro-Schick daher. In der Mitte des Armaturenbretts sitzt ein großer Touchscreen, der sich intuitiv steuern lässt. Auch die Gestensteuerung funktioniert mittlerweile besser.

Motoren Für den neuen X3 sind insgesamt je drei Diesel- und Benzinmotoren mit einem Leistungsspektrum zwischen 184 PS und 256 PS erhältlich. Das M40i-Top-Modell liefert starke 360 PS ab. Über eine noch stärkere M-Version wird aktuell gemunkelt. Auch neu ist das ab April 2018 erhältliche Sportdifferential für den M40i. Allradantrieb und Achtgang-Steptronic sind weiterhin an Bord.

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Assistenzsysteme Das direkt oberhalb des Lenkrades angeordnete Head-Up-Display spiegelt die wichtigsten Informationen der Fahrerassistenzsysteme, die Geschwindigkeit sowie die Navigation. Die Sicherheits- und Assistenzsysteme werden unter dem „Personal Co-Pilot“ zusammengefasst und auf das teilautonome Fahren ausgerichtet. Dazu gehören neben der neuesten Generation einer adaptiven Geschwindigkeitsregelanlage die Active Cruise Control, die das Fahrzeug im stockenden Verkehr bis zum Stillstand abbremst und automatisch wieder anfahren lässt. Weiterhin erhältlich: Lenk- und Spurführassistent, Spurwechsel- und Spurhalteassistent mit Seitenkollisionsschutz sowie die Vorfahrt-, Falschfahr- und Querverkehrswarnung.

Fazit Mit dem ersten X3 hat BMW 2003 einen wahren Verkaufsschlager auf den Markt gebracht. Grund genug am Charakter des SUV auch im neuen Modelljahr 2018 festzuhalten. Trotz größerer Abmessungen hat der X3 in Sachen Fahrdynamik (erneut) zugelegt. Und auch im Bereich des teilautonomen Fahrens hat BMW mit dem neuen X3 seinen Beitrag (erneut) geleistet.

Audi Q5

© AUDI AG

Exterieur Im Gegensatz zum ersten Q5 aus dem Jahr 2008 sind die Außenmaße des aktuellen Modells kaum angewachsen. Etwas schmaler, dafür einen Tick höher bietet er im Inneren viel Platz. Auffällig sind die formschönen Matrix-LED-Scheinwerfer, der hochgezogene Kühlergrill, der robuste Off-Road-Bodenschutz sowie die riesigen Lufteinlässe. Die Überhänge sind kurz gehalten, die Kanten schärfer gezeichnet und die Bodenfreiheit mit 208 Millimeter etwas höher als beim X3. Das flache, aerodynamische Dach drückt den CW-Wert auf mickrige 0,3, was sich auch direkt auf die Verbrauchswerte auswirkt.

Interieur Neben dem Raumgefühl sticht im Inneren vor allem das individuell konfigurierbare Virtual Cockpit mit seinem 12,3-Zoll-Display hervor. Neben dem bekannten Drehdrückschalter taucht erstmals ein Touchpad als Steuerungsinstrument auf.

Markentypisch ist das SUV super hochwertig verarbeitet, mit schicken Oberflächen und Schaltern sowie zeitgemäßen Gimmicks bestückt (Induktionsladefach). Das Gepäckfach fasst zwischen 550 und 610 Liter. Klappt man die Rückenlehnen nach vorn, kann der Q5 mit 1.550 Litern beladen werden. Gegen Aufpreis dabei: Eine B&O-Anlage mit 3D-Sound.

Motoren Der seit Jahrzehnten bekannte Quattro-Antrieb geht mit dem Q5 in die nächste Generation. Während der schwächste Diesel (150 PS) noch ohne zuschaltbaren Hinterachsen-Antrieb auskommt, werden die 2.0 TDI mit 163 und 190 PS sowie der 2.0 Benziner mit 252 PS serienmäßig mit der Quattro-Technologie ausgestattet. Der 3.0 Liter Diesel wird auf Wunsch mit einem Sportdifferential an der Hinterachse geliefert.

Assistenzsysteme Insgesamt sind im Q5 bis zu 30 elektronische Helfer installiert. Serienmäßig immer dabei: Kollisionswarner Pre Sense. Er beobachtet bis zu einer Geschwindigkeit von 85 km/h mittels Kameras die Straße, erkennt Fußgänger, Fahrzeuge und andere Hindernisse. Droht ein Unfall, warnt er den Fahrer und leitet den Bremsvorgang ein. Gegen Aufpreis gibt es den Stauassistenten, der bis 65 km/h mit sanften Lenkeingriffen dem vorderen Fahrzeug folgt. Der persönliche Routenassistent lernt individuelle Fahrervorlieben und gibt schließlich Routentipps. Ein spezielles LTE-Modul kann bis zu acht Mobiltelefone am internen WLAN-Hotspot koppeln.

Fazit Ähnlich wie beim X3 hat sich am Grundkonzept des Q5 nur wenig geändert – allerdings hat Audi einiges im Vergleich zum Vorgänger verbessert. Die Messlatte an Sicherheits- und Fahrerassistenzsystemen hat Audi mit dem Q5 erneut nach oben verschoben. In Verbindung mit dem markentypischen Komfort und der hohen Verarbeitungsqualität ein Spitzenreiter in seinem Segment.

Mercedes GLC

Presse, press photo, Daimler © Daimler AG

Exterieur Braucht die Welt eigentlich ein Crossover-Coupé? Einen Hybriden aus praktischen SUV-Eigenschaften und sportlichem Coupé-Design? Tatsächlich hat Mercedes etwas sehr Schönes aus dem Design-Hut gezaubert. Die Proportionen stimmen, die Linien fließen, die Silhouette gibt sich sportlich. Die breiten Radhäuser samt 18-Zöller und der Diamant-Grill verleihen dem GLC eine gelassene Coolness.

Interieur Beim hohen Einstieg und der fast aufrechten Sitzposition macht sich wiederum das SUV bemerkbar. Das Interieur entspricht weitgehend dem bereits bekannter Mercedes-Modelle. Die Sitze sind bequem und langstreckentauglich. Beide Reihen verfügen zudem über ausreichend Kopf- und Beinfreiheit, wobei es im Coupé in der hinteren Reihe deutlich knapper zugeht als im X3 und Q5.

Auch das Kofferraumvolumen schrumpft im Vergleich etwas ein: Zwischen 500 und 1.400 Liter passen in das GLC Coupé. Das auf Wunsch extragroße Display des Command-Systems ist hochauflösend und einfach zu steuern.

Motoren Zwei Diesel zwischen 170 und 204 PS und ein Benziner mit 211 PS gehört zum Repertoire. Alle drei Motoren sind mit einer Neungang-Automatik und einem serienmäßigen Allradantrieb kombiniert. Die Top-Motorisierung sitzt im GLC 63 S: Der Achtzylinder leistet sportliche 510 PS. Ein Plug-in-Hybrid mit einer Systemleistung von 327 PS ist ebenfalls erhältlich. Das Schalten übernimmt hier eine Siebengang-Automatik. Der Durchschnittsverbrauch liegt bei knapp 2,6 Litern auf 100 Kilometer. Rein elektrisch schafft der GLC 350e 4matic bis zu 34 Kilometer. Zum sportlichen Charakter des Fahrzeugs passt auch die harte Abstimmung von Fahrwerk und Federung.

Assistenzsysteme Ab Werk kommt der GLC mit Kollisionswarner, Seitenwind- und Lichtassistent, Abstandsregelung mit Lenk-Assistent, Stop&Go-Funktion, Bremshilfe mit Fußgängererkennung, aktiver Totwinkelwarner, radargestützter Bremsassistent und Spurhalteassistent. Sensoren im hinteren Stoßfänger warnen vor Kollisionen. Keyless-Go und elektrisch öffnende Heckklappe kommen ebenfalls serienmäßig.

Fazit Tolles Design, ausreichend Platz, hochwertige Verarbeitung und neueste Sicherheitstechnik: Der GLC ist ein SUV auf der Höhe der Zeit und die perfekte Mischung zwischen Sportwagen und praktischem SUV. Der Preis ist dem Segment entsprechend üppig – vor allem Extrakosten schlagen hier aber schnell zu Buche.

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