Speditionen

Coronakrise wirft langen dunklen Schatten auf Österreichs Transportbranche

Nach massiven Einschränkungen im Zuge der Coronakrise schaut auch die Zukunftsprognose für die Spediteure und Logistiker in Österreich düster aus, heißt es bei der Wirtschaftskammer. Die schwierige Situation könnte bis zum kommenden Jahr anhalten.

Im Stillstand durch die Coronapandemie hat die Transportbranche rasch mit einer Ausdünnung der Frequenz des Luft-und Seeverkehrs zu kämpfen gehabt. Dazu kamen dann Behinderungen beim Warentransport in und aus Österreich.

Nun schaut auch die Zukunftsprognose für die Branche düster aus, berichtete Fachverband Spedition und Logistik in der Wirtschaftskammer unter Berufung auf eine Wifo-Befragung.

Umfrage des Wifo

Demnach hat das Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo) - repräsentativ - Einschätzungen zu Geschäftslage, Nachfrage und Beschäftigung in der Speditions- und Logistikbranche erhoben. Es zeigt sich, dass die Erwartungshaltung der Unternehmen zu allen Indikatoren gegenüber der letzten Umfrage im Jänner stark zurückgegangen und auch die Prognosen für die kommende Zeit zeigen keine Entspannung.

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Nur jeder vierte Betrieb hat genug Aufträge

"Besonders besorgniserregend ist für mich, dass nur etwa ein Viertel aller befragten Unternehmen angab, über einen ausreichenden Auftragsbestand zu verfügen", sagt Fachverbandsobmann Alfred Wolfram. "Diese Zukunftsprognose ist äußerst bedenklich und wirft einen Schatten bis ins Jahr 2021."

"Die Covid-19-Pandemie mit Lockdowns und Veränderungen in den Konsumausgaben hat große wirtschaftliche Auswirkungen auf die regionale und die globale Wirtschaftsaktivität", so Werner Hölzl, Leiter des Wifo-Konjunkturtests in einer WKÖ-Aussendung. "Trotz der allmählichen Lockerungen des Lockdowns in ganz Europa kann sich dieser Schock in eine tiefe nachfrageinduzierte Rezession verwandeln. Dies wäre mit geringer Dynamik im internationalen und innerösterreichischen Transport verbunden."

Wolfram forderte "ein klares Bekenntnis der Regierung zur Transportbranche". Schließlich habe diese die Versorgung in Österreich in der schwierigsten Zeit der Coronakrise aufrechterhalten. (apa/red)

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