Luftfahrt

AUA-Mutter Lufthansa zahlt staatlichen Rettungskredit vorzeitig ab

Die deutsche Konzernmutter der Austrian Airlines kann den Rettungskredit des Staates vorzeitig zurückzahlen. Stattdessen hat sich die Lufthansa über eine Anleihe 1,6 Milliarden Euro am Kapitalmarkt besorgt.

Die AUA-Mutter Lufthansa kann den im Zuge der Corona-Rettungsaktion gewährten staatlichen Kredit Deutschlands vorzeitig zurückzahlen. Die Fluggesellschaft habe sich über eine Anleihe 1,6 Milliarden Euro am Kapitalmarkt besorgt, teilte die Lufthansa mit.

"Die heute erfolgreich platzierte Anleihe ermöglicht uns die Rückzahlung des gesamten KfW-Darlehens", erläuterte Finanzvorstand Remco Steenbergen. Damit könne der Konzern wieder frei über die zur Besicherung des Kredits verpfändeten Flugzeuge verfügen.

Kein gänzlicher Verzicht auf staatliche Hilfen

Zusammen mit den bereits im zweiten Halbjahr aufgenommenen Mitteln sei die Refinanzierung aller im Jahr 2021 fälligen Finanzverbindlichkeiten sichergestellt, erklärte die Lufthansa. "Trotz der Rückzahlung ist es jedoch wahrscheinlich, dass wir weitere Elemente des Stabilisierungspakets in Anspruch nehmen werden, die derzeit ungenutzt sind", erklärte Finanzvorstand Steenbergen. Der Umfang hänge vom weiteren Verlauf der Corona-Pandemie ab. Die wegen der Reisebeschränkungen in Bedrängnis geratene Fluggesellschaft wurde mit Milliarden vom Staat gestützt, der seitdem auch an dem Konzern beteiligt ist.

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Auch die Tochter Austrian Airlines erhielt im Vorjahr eine staatliche Finanzspritze in Höhe von 450 Mio. Euro von der österreichischen Bundesregierung, 300 Mio. Euro davon sind eine Kreditgarantie. (reuters/apa/red)