Überraschend positiv fällt die begleitende Branchenumfrage aus. 63 Prozent der 30 antwortenden Unternehmen beurteilen ihre Geschäftslage besser als im Vorjahr: 13 Prozent deutlich und 50 Prozent etwas besser. Ein Drittel sieht keine Veränderung, lediglich ein Unternehmen meldet eine Verschlechterung.
Auch die Auftragsbücher sind bei den meisten Befragten gefüllt. 30 Prozent bezeichnen ihren Auftragsbestand für die kommenden sechs Monate als sehr gut, weitere 60 Prozent als ausreichend. Nur zehn Prozent bewerten ihn als eher knapp.
Das positive Stimmungsbild steht im Kontrast zur Entwicklung der Transportmengen. Laut Statistik Austria sank das Transportaufkommen österreichischer Unternehmen im Straßengüterverkehr 2025 um 1,9 Prozent auf 359,8 Millionen Tonnen – den niedrigsten Stand seit 2015. Die Statistik erfasst dabei Transporte mit in Österreich zugelassenen Straßengüterfahrzeugen, nicht sämtliche Transporte auf österreichischen Straßen.
Auf der Schiene wurden dagegen 1,8 Prozent mehr Güter transportiert, während das Aufkommen auf der Donau um 11,6 Prozent zurückging.
Dass der Markt unter Druck steht, zeigt auch ein weiterer Umfragewert: 86 Prozent der 29 antwortenden Unternehmen beobachten in ihrem Marktsegment zumindest vereinzelt Insolvenzen, Übernahmen oder Marktaustritte.