CBAM Compass : CBAM 2026: Welche Unternehmen vom CO₂-Grenzausgleich wirklich betroffen sind

Austrian Standards Peter Jonas

Peter Jonas, Direktor der Zertifizierungs- und Verifizierungsstelle von Austrian Standards, schreibt an dieser Stelle wiederkehrend über CBAM.

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Mit dem Carbon Border Adjustment Mechanism (CBAM) führt die EU neue Anforderungen für den Import CO₂-intensiver Waren ein. Viele Unternehmen verbinden CBAM zunächst mit Grundstoffen wie Stahl, Aluminium oder Zement. Tatsächlich ist der Anwendungsbereich jedoch deutlich breiter.

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Wussten Sie, dass auch Schrauben, Rohre, Draht, Behälter oder Konstruktionsteile betroffen sein können? Die Verordnung (EU) 2023/956 erfasst alle Erzeugnisse aus Eisen und Stahl, Aluminium sowie Zement, Düngemittel, Wasserstoff und elektrischen Strom. Maßgeblich sind die im Anhang I definierten KN-Codes, die bestimmen, ob eine Ware unter CBAM fällt.

CBAM als Gamechanger: Wussten Sie, dass auch Schrauben, Rohre, Draht, Behälter oder Konstruktionsteile betroffen sein können?

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CBAM: Jährliche Importmenge von 50 Tonnen als Schwelle

Eine zentrale Schwelle ist die jährliche Importmenge von 50 Tonnen. Wird sie überschritten, greift die CBAM-Pflicht. Ausgenommen von dieser „De-minimis“-Regelung sind Strom und Wasserstoff.

Lesen Sie hier Teil 1: CBAM ab 2026: Was Industrieunternehmen beim CO₂-Grenzausgleich jetzt beachten müssen

Entscheidend ist außerdem nicht der Zeitpunkt der Herstellung, sondern jener der Einfuhr. Betroffen sind neben Herstellern alle Unternehmen, die entsprechende Waren aus Drittländern in die EU importieren – auch Händler oder weiterverarbeitende Betriebe. Da der CBAM-Anwendungsbereich in den kommenden Jahren erweitert wird, lohnt sich eine frühzeitige Prüfung der eigenen Warenströme.

Herzlichst,

Ihr Peter Jonas

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