In einem Umfeld wachsender Skepsis gegenüber amerikanischen Tech-Konzernen sieht Nicehops seine Herkunft zunehmend als strategischen Vorteil. „Uns ist wichtig, dass wir als europäisches, österreichisches Unternehmen wahrgenommen werden", sagt Schreiner. „Wir sehen, dass das auch für die Kunden immer wichtiger wird – wir wollen eine europäische Alternative zu den amerikanischen Größen sein."
Die Wachstumsstrategie setzt dabei klar auf Europa: Besonders stark performen derzeit die Märkte Schweiz, Ungarn und Polen, neu erschlossen wurden zuletzt Rumänien und Norwegen. Weiter östlich denkt man bei Nicehops in Etappen: Israel und die Türkei standen zwar auf der Agenda für 2025, Israel wurde aber vorerst zurückgestellt. „Israel ist derzeit sehr unsicher und das Land hat gerade andere Themen, um sich um solche Zoll-Themen zu kümmern – und wir wollen nicht unbedingt einen Markt aufmachen, der mitten in einem Konflikt steckt", erklärt Schreiner. Die Priorität bleibt Europa: „Da gibt es ausreichend Märkte, die kein Konfliktpotenzial haben, aber einfach ausreichend Wachstumspotenzial – wenn man sich Rumänien, Polen anschaut."
Mit rund 400 Mitarbeitenden – und 50 geplanten Neuzugängen im Jahr 2026 – und der klaren Ambition, die Plattform zu einem führenden europäischen Premium-E-Commerce-Anbieter mit Milliardenpotenzial auszubauen, will Nicehops in die nächste Wachstumsphase eintreten. Im Fokus stehen dabei der Ausbau von Fulfillment- und Technologiedienstleistungen für Partnerunternehmen sowie die Weiterentwicklung eigener Marken.