Start-ups KI Automatisierung Logimat : Warum Start-ups die Logistik neu aufrollen – und große Anbieter unter Druck setzen

Logimat-Besucherin zeigt auf humanoiden Roboter
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Rekordzahlen auf der Logimat 2026 – mitten in einer Krise. Doch die eigentliche Nachricht liegt tiefer: Automatisierung, KI und neue Geschäftsmodelle verändern die Intralogistik schneller als erwartet. Die Antworten der Branche zeigen, warum es nicht mehr um Innovation geht – sondern um ein komplett neues System.

1.671 Aussteller, 69.856 Fachbesucher und über 120 Welt- und Europapremieren markieren ein neues Allzeithoch der Logimat. Entscheidend ist jedoch die Qualität der Nachfrage: 56 Prozent der Besucher waren Entscheider, 35,9 Prozent kamen mit konkreten Investitionsplänen, mehr als ein Viertel vergab direkt Aufträge.

Für Messeleiter Michael Ruchty zeigt das eine klare Entwicklung: „Im Markt hat sich offenbar das Bewusstsein durchgesetzt, dass man in Krisenzeiten antizyklisch investieren sollte.“ Die Branche investiert – aber gezielter, strategischer und systemischer als je zuvor.

Humanoide Robotik: Viel Aufmerksamkeit, noch wenig Praxis

Mehrere Aussteller präsentierten erste Entwicklungen zu humanoider Robotik in intralogistischer Umgebung. Darüber hinaus stellte das Fraunhofer IML auf der Logimat eine aktuelle Studie zur humanoiden Robotik vor. Überdies wurde das Thema im Rahmenprogramm der Messe aufgenommen.

Auch für IGZ-Verkaufsleiter Holger Häring war „die starke Präsenz humanoider Robotik“ auffällig, „wenn auch noch ohne konkrete Anwendungen. Ich bin überzeugt, dass wir spätestens Jahr erste konkrete Use Cases sehen werden.“

Auch der Vertriebs-Geschäftsleiter von Linde-Material-Handling-Austria, Ferdinand Friedl, sprach das Thema Humanoide Roboter an: „Besonders beeindruckt hat mich die Dynamik, mit der sich das Thema Automatisierung weiterentwickelt. Das war auf der gesamten Messe spürbar. Auch an unserem eigenen Stand bei Linde Material Handling wurde deutlich, wie rasant sich die Möglichkeiten in diesem Bereich erweitern – etwa mit dem Einsatz eines humanoiden Roboters, der sehr anschaulich gezeigt hat, wohin die Reise gehen kann.“

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Klinkhammer: Innovation kommt nicht mehr von den Marktführern

Eine der deutlichsten Verschiebungen beschreibt Tom Preller, Vice President Sales and Software bei Klinkhammer Intralogistics: „Auffällig war, dass die stärksten Innovationen nicht von den großen Namen kamen, sondern von spezialisierten Start-ups und kleineren Anbietern. Automatisierung wird zudem zunehmend über Leasing- und Mietmodelle zugänglich gemacht, was die Einstiegshürde für Kunden erheblich senken und das klassische Projektgeschäft verändern soll.“

Gleichzeitig werde es immer schwieriger, aus der Vielzahl an Lösungen die richtigen auszuwählen: „Es wird in vielen Gesprächen klar, dass es bei der Vielzahl von möglichen Logistiklösungen immer wichtiger wird, eine geeignete Logistikplanung vor jedes Projekt zu stellen.“

Knapp: Abhängigkeiten werden zum Risiko

Auch Heimo Robosch, EVP bei der Knapp AG, beobachtet diese Entwicklung: „Überrascht hat mich vor allem die Beobachtung, dass einige etablierte Marktbegleiter offenbar zunehmend auf eigene Innovationsentwicklung verzichten, und stattdessen verstärkt auf die Integration chinesischer Zulieferlösungen setzen. Ohne diese Strategien bewerten zu wollen, lässt sich aus Sicht der Endkunden festhalten, dass sich daraus durchaus Risiken ergeben können – insbesondere im Hinblick auf langfristige Stabilität, technologische Weiterentwicklung und eine dauerhaft abgesicherte Betriebsstrategie der eigenen Logistikprozesse.“

Gleichzeitig sieht Robosch eine weitere zentrale Entwicklung: „Es war deutlich zu erkennen, wie stark der Markt aktuell in Bewegung ist. Besonders im Bereich Autonomous Mobile Robots (AMR) ist die Zahl neuer Anbieter bemerkenswert gestiegen. Gleichzeitig wurde klar, dass Künstliche Intelligenz und die damit verbundene noch intelligentere Vernetzung von Prozessen und Warenflüssen endgültig in der Intralogistik angekommen sind.“

Swisslog: Hardware verliert an Relevanz

Ein besonders klarer Befund kommt von Sven Borghoff, Vice President Sales - EMEA Central / Managing Director BNL
bei Swisslog: „Wirklich bahnbrechende Neuheiten auf der klassischen Hardwareseite waren für mich in diesem Jahr weniger im Fokus, hier dominieren die nächsten evolutionsstufen von AMR-Lösungen und mehrdimensionale Palettenshuttle Anwendungen. Umso deutlicher zeigt sich jedoch, dass sich alternative Technologien für ein skalierbares und flexibles Kleinteilehandling, die in den vergangenen Jahren entwickelt wurden, zunehmend im Markt etablieren.“

Der eigentliche Fortschritt liege in der Software: Hier sei der „starke Einfluss des aktuellen KI Trends klar erkennbar“ gewesen. „Viele Anbieter präsentieren hier bereits sehr weitreichende technologische Visionen. Diese Entwicklungen sind beeindruckend.“

Außerdem beeindruckend sei, „wie schnell unsere Industrie wirtschaftlich tragfähige und gleichzeitig technisch überzeugende Antworten auf zentrale Herausforderungen wie Fachkräftemangel, bauliche Restriktionen oder Skalierbarkeit im laufenden Betrieb gefunden hat. Ich erinnere mich an Zeiten, in denen genau diese Themen klare technologische Grenzen hatte.“ 

Man erkenne auch „das ungebrochene Interesse der Supply-Chain-Verantwortlichen in Zentraleuropa an weiteren Prozessoptimierungen und Automatisierungslösungen. Automatisierung wird klar als Erfolgsfaktor verstanden und das trotz anspruchsvoller politischer, geopolitischer und wirtschaftlicher Rahmenbedingungen."

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SSI Schäfer: KI wird zum Betriebssystem der Logistik

Auch Markus Külken, VP Partner Business bei SSI Schäfer, beobachtet Entwicklungen rund um KI auf der Messe: „KI gewinnt massiv an Bedeutung – nicht als Add on, sondern als integraler Bestandteil der Anlagensteuerung.“

Gleichzeitig beobachtet er einen grundlegenden Strukturwandel: „Der Markt entwickelt sich klar weg vom Einzelprodukt hin zu ganzheitlichen, softwaregetriebenen Gesamtlösungen.“ So seien vor allem „Lösungen, bei denen Software, Robotik und Automatisierung konsequent zusammengedacht werden“, auffällig, so Külken. 

Auch Themen wie Cyber Security und Software-Stabilität würden stärker in den Fokus rücken, da vernetzte Systeme zunehmend kritisch für den Betrieb werden.

IGZ: Der Unterschied liegt im Zusammenspiel

Auch für Holger Häring, Verkaufsleiter bei IGZ, liegt der Schlüssel nicht mehr in einzelnen Technologien: „Die zentrale Erkenntnis ist, dass integrierte, skalierbare Lösungen den Unterschied machen. Automatisierung, Software und Daten müssen ganzheitlich zusammenspielen, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben.“

Still: Integration wird zur Kernkompetenz

Integration ist auch für Sascha Jordan, Senior Director Strategy & Solution Portfolio bei Still, ein entscheidender Faktor. „Wir haben auf der diesjährigen Messe gesehen, dass jenseits der verschiedenen Technologien und Lösungen das Thema Integration große Bedeutung hat. Es geht zunehmend darum, unterschiedliche Lösungen und Systeme reibungslos miteinander zu vernetzen und zu einer harmonischen Gesamtlösung zu verbinden. Immer mehr Unternehmen – Still eingeschlossen – öffnen sich hier zunehmend und machen die Integration externer Systeme bzw. in externe Systeme über Schnittstellen wie VDA 5050 möglich.“

Demnach habe auch Automatisierung längst den Übergang in den Massenmarkt geschafft: „Die Logimat 2026 hat uns in unserer Überzeugung gestärkt, dass Automation aus dem Innovatoren-Stadium hinausgewachsen ist und heute ein Thema für eine breitere Masse an Unternehmen ist – und das international. Wir haben einen wachsenden Anteil internationaler Gäste beobachtet und sehen durchaus eine Verbindung zum Thema Automation und seiner hohen Anziehungskraft für das Fachpublikum. 

Jordan betont zudem die steigende Bedeutung von Daten: Das Management großer Datenströme werde künftig zentral für Optimierung und Steuerung.

Linde: Automatisierung wird praxisnah – und unverzichtbar

Ferdinand Friedl, Geschäftsführer Vertrieb bei Linde Material Handling Austria, hebt vor allem die Geschwindigkeit der Entwicklung hervor: „Man sieht klar: Automatisierung wird nicht nur leistungsfähiger, sondern auch vielseitiger und praxisnäher.“ Dabei sei deutlich sichtbar, dass „das Thema Automatisierung inzwischen von allen großen Playern in der Branche aktiv bespielt wird. Das unterstreicht, dass wir uns als Markt insgesamt in eine klare Richtung bewegen. Überrascht hat mich weniger, dass das so ist, sondern eher mit welcher Konsequenz und Breite das Thema inzwischen verfolgt wird. Das bestätigt, dass Automatisierung längst kein Zukunftsthema mehr ist, sondern fester Bestandteil der strategischen Ausrichtung in der Intralogistik.“

Zugleich unterstreicht er die Bedeutung von Messen: Der direkte Austausch bleibe ein zentraler Erfolgsfaktor – gerade bei komplexen Investitionsentscheidungen.

Delta: Energie wird zum kritischen Faktor

Auch bei Delta beobachtete man den Trend zur Integration: „Auffällig war, dass sich der Fokus klar von Einzelkomponenten hin zu ganzheitlich gedachten Systemarchitekturen verschiebt, die Effizienz, Energie und Verfügbarkeit gemeinsam optimieren. Solche Lösungen zeigen, dass Integration nicht mehr Zukunftsvision ist, sondern in vielen Bereichen bereits operativer Standard wird, so Sven Mayer, Sales Director bei Delta Electronics EMEA.

Vor allem konkrete Anwendungsszenarien, in denen unterschiedliche Technologien bereits heute nahtlos zusammenspielen, seien beeindruckend gewesen.“ Besonders bei automatisierten Materialflüssen wurde deutlich, wie eng Robotik, Bildverarbeitung und Steuerung inzwischen verzahnt sind und wie stabil diese Systeme auch unter realen Bedingungen arbeiten.“

Dabei rücke ein Thema, das lange unterschätzt wurde, stärker in den Fokus: Energie „Im Wettbewerbsumfeld fällt auf, dass das Thema Energieversorgung – insbesondere das Batterieladen von Flotten – deutlich stärker in den strategischen Fokus rückt. Gleichzeitig sehen wir eine wachsende Zahl an Anbietern im Bereich Wireless Charging, was die steigende Relevanz automatisierter und wartungsarmer Ladelösungen unterstreicht.

Als wichtigste Erkenntnis nehme man mit, dass „sich Effizienz zunehmend aus dem Gesamtsystem heraus entwickelt. Ein entscheidender Hebel dabei ist die Energieversorgung, die stärker in den Fokus rückt als noch vor wenigen Jahren. Gerade bei wachsenden Flotten automatisierter Fahrzeuge wird deutlich, dass intelligente Batterie-Ladestrategien direkten Einfluss auf Verfügbarkeit und Prozesskontinuität haben. Dabei geht es nicht nur um Leistung, sondern zunehmend um intelligente Integration in Betriebsabläufe und Energiemanagementsysteme.“

Interessant sei jedoch, dass konduktive Ladelösungen weiterhin eine zentrale Rolle spielen – insbesondere bei Anwendungen mit hohen Leistungsanforderungen oder bestehenden Infrastrukturen. „Das zeigt, dass sich der Markt nicht in eine Richtung entwickelt, sondern dass beide Technologien ihre spezifischen Stärken haben und je nach Anwendung sinnvoll kombiniert werden“, so Mayer.

Webfleet: KI verändert den Alltag – und die Entscheidungen

Für Wolfgang Schmid, Head of Central Region bei Webfleet, ist der Wandel bereits im Alltag sichtbar: „KI wird in immer mehr Anwendungen produktiv eingesetzt. So wie Video-Telematik ohne KI nicht datenschutzkonform umgesetzt werden kann, kann sie beispielsweise bei der Belegerfassung bisherige Medienbrüche mildern und damit bislang aufwendige Schnittstellen-Anpassungen vermeiden. Die Akzeptanz dieser Systeme steigt sprunghaft durch die Verbreitung ähnlicher Funktionalitäten im privaten Bereich.“

Gleichzeitig beobachtet er einen externen Einfluss: „Dass aktuelle politische Entwicklungen an einer Publikumsmesse nicht vorbeigehen, ist sicherlich weniger überraschend als die Heftigkeit, mit der diese operative und auch strategische Entscheidungen in den Unternehmen beeinflussen.“ 

Ob die Elektromobilität im Schwerlastverkehr inklusive der Maßnahmen zur Infrastruktur ohne die Tagespolitik so im Zentrum der Gespräche gestanden wäre, sei eher unwahrscheinlich, so Schmid.

Bulmor: Elektromobilität erreicht anspruchsvolle Anwendungen

Auch im Bereich Antrieb verändert sich die Branche. „Was mich besonders beeindruckt hat, war, wie konsequent sich der Elektroantrieb mittlerweile durch alle Bereiche der Intralogistik zieht – auch in Segmenten, die früher klar von Diesel oder Gas dominiert waren. Für uns als Hersteller von Seitenstaplern ist das natürlich besonders spannend, weil wir genau in diesem anspruchsvollen Schwerlast- und Langgutbereich bereits mit Elektroantrieb tätig sind. Man sieht deutlich, dass Batterie-Technologien, Ladeinfrastruktur und Energiemanagement enorme Fortschritte gemacht haben“, erklärt Lina Bindoni, Head of Marketing bei Bulmor Industries.

Dabei gehe es längst nicht mehr nur um Emissionen, sondern um Integration, Laufzeiten und Gesamtkosten über den Lebenszyklus. „Für mich ist die wichtigste Erkenntnis, dass unsere Kund:innen nicht mehr nur ein leistungsfähiges Gerät erwarten, sondern eine zukunftssichere, nachhaltige und komfortable Gesamtlösung“, ergänzt sie. 

Für Bindoni war auf der Logimat die Geschwindigkeit auffällig, „mit der auch spezialisierte Anbieter in Richtung Automatisierung und Assistenzsysteme gehen“, wie sie gegenüber Dispo beschreibt. „Zudem beobachten wir eine stärkere Fokussierung auf modulare Fahrzeugkonzepte, die sich flexibel an unterschiedliche Anwendungen anpassen lassen. Das bestätigt unseren Ansatz, einsatzspezifische Lösungen anzubieten, zeigt aber auch, dass Differenzierung künftig noch stärker über Software, Service und Integration erfolgen wird.“

Praxisbeispiel Still: Automatisierung erreicht das letzte Nadelöhr

Anita Würmser, Juryvorsitzende und Geschäftsführerin der internationalen Auszeichnungen Logistics Hall of Fame sowie IFOY Award, hat auf der Logimat einen „Meilenstein“ beobachtet. „Still hat einen entscheidenden Schritt beim autonomen Be- und Entladen von Trailern gesetzt, den ich vorher noch nirgends so gesehen habe. Es ist noch nicht die absolute Lösung für palettierte Ware, kommt aber schon zu 95 Prozent dorthin. Mit zwei AXL-Einheiten lassen sich 30 Paletten in 35 Minuten verladen. Wenn diese Automatisierung hält, was sie verspricht, sprechen wir nicht nur von einem neuen AMR, sondern von einem echten Paradigmenwechsel – einem fehlenden Glied in der Lieferkette“.

Damit wird ein Bereich automatisierbar, der lange als kaum lösbar galt. Derzeit testet die Colruyt-Gruppe das Konzept.

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Best Products: Drei Beispiele für den echten Wandel

Wie jedes Jahr wurden auch drei Lösungen als „Best Products“ auf der Logimat ausgewählt. Sie sollen zeigen, wohin sich die Intralogistik tatsächlich entwickelt.

Der AURA Observer der Ehrhardt Partner Group (EPG) setzt dabei an einer bislang kaum genutzten Datenquelle an: Videodaten aus dem Lager. Diese wurden bisher primär zur Dokumentation oder nachträglichen Analyse verwendet. Der AURA Observer nutzt sie erstmals als operative Echtzeit-Datenquelle.

Technologisch basiert die Lösung auf der Kombination von kamerabasierter Videoanalyse und KI-gestützten Vision-Language-Modellen. Entscheidend ist dabei nicht nur die Objekterkennung, sondern die Interpretation: Das System erkennt nicht nur Bewegungen, sondern bewertet deren Bedeutung im Kontext – etwa ob es sich um einen regulären Prozess oder eine Abweichung handelt.

Die Analyse erfolgt ereignisbasiert und ohne Speicherung der Bilddaten, wodurch gleichzeitig zentrale Datenschutzanforderungen erfüllt werden. Damit wird ein bislang passiver Datenstrom in eine aktive Steuerungsgröße überführt.

Ein völlig anderer Ansatz zeigt sich beim SkyBot der CeiliX Technology GmbH. Hier wird kein bestehender Prozess optimiert, sondern eine neue physische Ebene erschlossen: die Hallendecke.

Das System basiert auf einem modularen Schienennetz („CeiliXElements“), das an der Decke installiert wird und dem Roboter eine freie, omnidirektionale Bewegung ermöglicht. Dadurch wird Automatisierung unabhängig von bestehenden Bodenlayouts, Verkehrswegen oder baulichen Einschränkungen.

Besonders relevant ist dieser Ansatz für Brownfield-Umgebungen, in denen klassische Automatisierung oft an Platzmangel oder komplexen Layouts scheitert. Der SkyBot kann parallel mit mehreren Einheiten betrieben werden, sich gegenseitig überholen und unterschiedliche Aufgaben gleichzeitig übernehmen.

Der dritte Preisträger, der ADAR-Sensor von Sonair AS, adressiert eine der zentralen Herausforderungen autonomer Systeme: die zuverlässige und wirtschaftliche Umfelderkennung.

Während bisher häufig auf Kombinationen aus LiDAR, Kameras und komplexen Sensorsystemen gesetzt wird, verfolgt ADAR einen anderen Ansatz. Die Technologie basiert auf 3D-Ultraschall (Acoustic Detection and Ranging) und ermöglicht eine vollständige 180° × 180°-Tiefenwahrnehmung.

Ein entscheidender Vorteil liegt in der Wirtschaftlichkeit: Laut Hersteller lassen sich die Kosten für Sensorik und Sicherheit um bis zu 50 Prozent reduzieren.