Melecs EWS liefert Elektronik sowohl für antriebsunabhängige Anwendungen als auch für Komponenten im Antriebsstrang. Doch die wachsende Zahl an Herstellern und Modellen verteilt die Nachfrage auf immer kleinere Einheiten. „Es kommen auch Marken dazu, wie zum Beispiel aus China, aber auch viel mehr Modelle der Etablierten“, erklärt Pulferer. Die Folge: „Die Volumina je Marke, die Volumina je Modell werden geringer.“ Damit werden ursprüngliche Produktionsprognosen häufig verfehlt.
Ein konkretes Beispiel liefert ein Elektromodell eines US-Herstellers, das in Europa produziert wird. Melecs liefert dafür eine elektronische Steuerungseinheit für die Lenkkraftverstärkung. „Die Stückzahlen sind bei Weitem nicht auf dem Niveau, wie wir uns das gewünscht haben“, sagt Pulferer.
Zusätzlich beobachten Zulieferer vermehrt Projektabbrüche. „Es gibt OEMs, die legen eine Plattform auf, entwickeln diese und müssen dann abbrechen, weil das Modell nicht ins Fliegen kommt“, berichtet Pulferer. Das führe zu durchaus langwierigen Gesprächen mit der Lieferkette, um die kommerziellen Konsequenzen zu vereinbaren.
Zusätzlich verschärfen steigende Standortkosten die Situation. In Österreich seien die Faktorpreise in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen, berichtet Pulferer. Melecs EWS reagierte darauf mit der Verlagerung einzelner Programme in kostengünstigere Werke, insbesondere nach Ungarn. „Das ist zum allergrößten Teil abgeschlossen“, sagt er.