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Novomatic AG: Hohe Umsatzeinbußen für Glücksspielkonzern

Die Corona-Krise hat den niederösterreichischen Glücksspielkonzern Novomatic hart getroffen. Der Umsatz brach 2020 um ein Drittel auf 1,74 Milliarden Euro ein.

Novomatic ist einer der größten Gaming-Technologiekonzerne der Welt und beschäftigt rund 21.000 Mitarbeiter. Die Unternehmensgruppe verfügt über Standorte in mehr als 45 Ländern und exportiert Hightech-Gaming-Equipment in rund 90 Staaten. Der Wettbewerbsvorteil von Novomatic ergibt sich durch die einzigartige Kombination als Betreiber von Spielstätten sowie als Produzent von Gaming-Equipment.

Das Unternehmen betreibt selbst rund 1.900 elektronische Casinos, Spielbanken sowie Sportwettfilialen. Weiters entwickelt und vertreibt der Konzern Technologien, Systemlösungen und Dienstleistungen in der ganzen Welt. 

Novomatic ist einer der weltweit führenden Hersteller von Gaming-Equipment und technologischer Leader bei serverbasiertem Glücksspiel und Video Lottery Terminals mit einer klaren Marktführerschaft u.a. in Deutschland, Großbritannien, Italien, Spanien, Niederlande, Österreich.

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Das Jahr 2020 war allerdings auch für den Gaming-Technologiekonzern mehr als herausfordernd, wie der Vorstand der Novomatic AG, Johannes Gratzl und Ryszard Presch, erläutern:

„Die Covid-19-Pandemie hatte einen massiven Einfluss auf das Geschäftsergebnis 2020 der Novomatic AG. Insbesondere aufgrund der mehrmonatigen Lockdowns und der damit verbundenen Schließungen der internationalen Spielbetriebe (Casinos, Spielhallen, Wettbetriebe) reduzierte sich der Konzernumsatz im Geschäftsjahr 2020 von 2.607,3 Mio. EUR im Vorjahr auf 1.743,6 Mio. EUR 2020. Dies entspricht einem Rückgang -33,1 % bzw. einem Umsatzausfall von rund vier Monaten im Vergleich zu 2019. Alleine in Österreich gingen die Umsätze im Geschäftsjahr 2020 um mehr als 100 Millionen Euro zurück, was insbesondere auf die Schließung sämtlicher Admiral-Filialen für mehrere Monate zurückzuführen ist. Dennoch hatte für Novomatic in diesem herausfordernden Jahr die Sicherheit und Gesundheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die höchste Priorität und es freut uns sehr, dass alle operativen Mitarbeiter gehalten werden konnten. Wir erwarten, dass der volle Geschäftsbetrieb etwa ab der zweiten Jahreshälfte 2021 wieder aufgenommen werden kann. Einen vorsichtig positiven Ausblick gibt der Online-Bereich, wo 2020 Zuwächse erzielt werden konnten. Insgesamt hoffen wir, dass sich der Umsatz in sämtlichen Geschäftssegmenten im zweiten Halbjahr 2021 wieder stabilisiert und wir 2022 wieder an die Zahlen von 2019 anknüpfen können.“

(red)

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