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Die Top 1000
Manager Österreichs

Kann man Macht und Einfluss objektiv messen? Man kann: Auf Grundlage der unbestechlichen Informationen des österreichischen Firmenbuchs erarbeiteten die Netzwerkanalytiker von FASresearch im Auftrag von INDUSTRIEMAGAZIN an der Objektivierung von Gewicht in der österreichischen Wirtschaft. Nach den Parametern Vernetzung (Anzahl, Gewicht der Kontakte), des mit der jeweiligen Position verbundenen Umsatzes und der Diversität der Kontakte errechnet sich diese Rangreihung. Das sind die Top 10 der Österreich AG.

Redaktion: Bernhard Fragner
Das Manager-Ranking entstand in Zusammenarbeit mit FASresearch

Der Himmel verdunkelte sich 2014, und es sollte zwei Jahre lang ziemlich düster bleiben. Im Herbst hatte der Ölpreis eine Talfahrt begonnen, der die Industrie mit wachsender Fassungslosigkeit zusah, und die Entwicklung traf die Schoeller-Bleckmann AG mit voller Breitseite. Der erfolgsgewöhnte Ölfeldausrüster musste Umsatz- und Gewinn-Einbrüche hinnehmen, Kurzarbeit einführen. „Es waren zwei wirtschaftlich schreckliche Jahre“, sagt Aufsichtsrats-Chef Norbert Zimmermann, „und das müssen Sie als börsennotiertes Unternehmen erst einmal durchhalten.“

Zum Turnaround trugen externe Faktoren ebenso bei wie operative Exzellenz – aber wohl auch ein Aufsichtsrat, der die Nerven behielt. „Dass wir das geschafft haben“, sagt Norbert Zimmermann, „hat wohl auch damit zu tun, dass wir als Aufsichtsgremium die Ruhe bewahrten. Und dass wir nicht unnötig Druck auf die höchstbelasteten Führungskräfte ausübten.“

Was befähigt Führungskräfte, auf Unvorhergesehenes rasch und richtig zu reagieren? Wie kann man in einer immer variableren Welt konstant bleiben? „Indem man selbst möglichst variabel ist“, sagt Harald Katzmair, der Gründer des Netzwerkanalyse-Instituts FASresearch. „Die Antwort auf eine variable Welt ist Variabilität. Nur Komplexität kann Komplexität managen.“ Dieses Prinzip habe zwar immer schon gegolten, doch in einer Phase der Disruption, der endenden technologischen Zyklen umso mehr. Katzmair, ein Freund sprechender Bilder, vergleicht die Anforderung an Führungskräfte mit jener an Seiltänzer: die Beine auf sicherer Basis, doch die Arme möglichst beweglich und bereit zu schnellem Ausgleich.