Logistik

Deutsche Bahn verkauft 200 Güter-Lokomotiven an Toshiba

Wie Eingeweihte berichten, verkauft die Deutsche Bahn knapp 200 ihrer Güter-Lokomotiven an den japanischen Energieknozern Toshiba. Die Japaner wollen die Maschinen zu einem "Pool" zusammenstellen und an europäische Bahnunternehmen zurückvermieten.

Die Deutsche Bahn verkauft Konzernkreisen zufolge knapp 200 ihrer Güter-Lokomotiven an den japanischen Toshiba-Konzern. Der Verkaufspreis für die 196 überwiegend älteren Loks solle 70 Mio. Euro betragen, sagten mit dem Geschäft Vertraute der Nachrichtenagentur Reuters. Toshiba wolle damit einen Pool für Lokomotiven einrichten, um diese an Bahn-Unternehmen in Europa zu verleihen.

Ein großer Kunde wird die Deutsche-Bahn-Tochter DB Cargo selbst sein, die teilweise die Loks zurückleast. Die Bahn äußerte sich zwar nicht direkt zu dem Geschäft, bestätigte auf Anfrage aber: "DB Cargo plant im Rahmen eines Kooperationsprojekts, den Lieferantenmarkt für Güterzug-Loks weiterzuentwickeln." Das Konzept habe zum Ziel, flexibel auf Mengenschwankungen reagieren zu können.

Vorteil für die Deutsche Bahn ist, dass die schwer angeschlagene Cargo-Sparte so zum einen Geld in die Kasse bekommt. Zum anderen kann sie so die wartungsintensiven Loks aus der Bilanz nehmen. Ein Bahn-Sprecher sagte, negative Auswirkungen auf Arbeitsplätze werde dies nicht haben. Im Gegenteil setze man darauf, dass die Auslastung der Instandhaltungswerke besser werde, wenn die dann stärker genutzten Loks bei der Bahn gewartet würden. (reuters/apa/red)

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