Wenn Marc Simmer über Holzbau spricht, dann klingt das nach Überzeugung. Mit 31 Jahren steht der geschäftsführende Gesellschafter von SIHGA an der Spitze eines Unternehmens, das sich in einer von Unsicherheiten geprägten Baukonjunktur bemerkenswert stabil behauptet – und sich zugleich neu erfindet. Der Weg dorthin war weder geplant noch geradlinig.
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Dass Simmer einmal im eigenen Familienbetrieb landen würde, war lange unwahrscheinlich. Er selbst formuliert es so: „Das war immer das allerletzte, was ich machen wollte“, sagt er schmunzelnd. Früh entwickelte er den Wunsch, seinen eigenen Weg zu gehen. Sport war zunächst das Zentrum seines Lebens. Als Kitesurfer im österreichischen Olympiakader investierte er seine Zeit nahezu vollständig in Training und Wettkämpfe.
Als Kitesurfen aus dem olympischen Programm verschwand, fiel der Karriereplan in sich zusammen. Der Weg führte ihn an die Montanuniversität Leoben, später nach St. Gallen und schließlich zur Promotion. Danach zog es ihn – konsequent seinem Drang nach Eigenständigkeit folgend – in die Start-up-Welt nach Berlin. Dort baute er unter anderem ein Unternehmen mit auf, das mit digitalisierten Prozessen in kurzer Zeit stark wuchs. Viel Arbeit, wenig Schlaf. Die Rückkehr nach Österreich war letztlich ein Wendepunkt. Simmer stand bereits mit gepackten Koffern für einen Wechsel nach Los Angeles zu Investoren seines Berliner Projekts bereit, als die US-Regierung während der Pandemie europäische Einreisen blockierte. Ein Gespräch mit seiner Mutter führte ihn daraufhin erstmals ernsthaft in das von ihr aufgebaute Unternehmen SIHGA. Die Begegnung mit dem bodenständigen, mittelständischen Arbeiten im Innviertel beeindruckte ihn – und blieb.