Digitalisierung

SEW-Technik-Geschäftsführer Johann Soder: Der Paradiesvogel

Johannn Soder hat viele Talente, der Mann kann scheinbar alles – manchmal meint man, es fliegt ihm zu. Aber dahinter steckt harte Arbeit, auch oft in der Freizeit. Es muss perfekt sein. Soder – der Perfektionist. „Ich bin ein Babyboomer und lebe, um zu arbeiten.“ Der heute 61-jährige startete seine Karriere bei SEW-Eurodrive als Azubi, war Werksleiter, pilgerte mit vielen anderen Managern in den 90er Jahren für die Bruchsaler nach Japan, kam begeistert zurück, verschlankte die Fertigung, führte die Elektronikfabrik zur Fabrik des Jahres, managt als Geschäftsführer die technologische Entwicklung des Konzerns und übernimmt jetzt noch zusätzlich am 1. April die externe SEW-Beratung.

Heute pilgert die Industrie nach Bruchsal, genauer nach Graben-Neudorf, in „das Vorzeigewerk für Industrie 4.0“ – dort verschmelzen Lean und Industrie 4.0. Doch der Tüftler hört nicht in seiner Fabrik auf. „Wenn wir die gesamte Wertschöpfungskette des Produkts optimieren, holen wir nochmal bis zu 35 Prozent raus“, behauptet Soder. Soder schickt ihnen jetzt Logistikkapseln, CPS (Cyber-Physikalische-Systeme), die sich bei SEW-Eurodrive bei der Anlieferung anmelden, Informationen austauschen und bearbeitet werden. Und der Außendienst? Der darf jetzt mit den Kunden spielen – mit Gamification-Methoden entwickeln sie gemeinsam mit den Kunden das individuelle Produkt und schicken die Bestellung direkt ins Werk – „das ist wie puzzeln für Losgröße 1“, lacht Soder.

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