Baustoffindustrie

Wienerberger holt eigene Mitarbeiter als Aktionäre an Bord

Der weltgrößte Ziegelehrsteller holt seine eigenen Mitarbeiter als Aktionäre an Bord. Bei der zweiten Runde eines Beteiligungsprogramms hat nach Firmenangaben fast jeder vierte Mitarbeiter an Standorten in Europa mitgemacht.

Der Baustoffkonzern Wienerberger hat weitere Mitarbeiter zu hauseigenen Aktionären gemacht. Bei der zweiten Runde des vor einem Jahr gestarteten Beteiligungsprogramms habe nun "bis zu einem Viertel" der 4.400 teilnahmeberechtigten Mitarbeiter in Österreich, Großbritannien, den Niederlanden und Tschechien mitgemacht, so das Unternehmen. Die Investitionssumme erreichte gut 2,3 Mio. Euro.

Rund 3.300 Euro pro Mitarbeiter

"Die hohe Beteiligung ist ein klares Signal der Stärke - gerade in diesen schwierigen Zeiten. Es zeigt, dass unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an die Zukunft von Wienerberger glauben", so Konzernchef Heimo Scheuch. "Wir sind davon überzeugt, dass wir die richtige Strategie haben, um gestärkt aus dieser Krise zu kommen", teilte der CEO mit Blick auf die Coronavirus-Pandemie mit. Als Miteigentümer würden die Mitarbeiter davon wie alle anderen Aktionäre "langfristig profitieren".

Programm vor einem Jahr gestartet

Unter dem Strich ist die Teilhaberschaft der Beschäftigten an dem börsennotierten Konzern freilich noch gering. In der zweiten Runde liege der Anteil bei etwa 0,2 Prozent inklusive den Gratisaktien, teilte Konzernsprecherin Claudia Hajdinyak auf APA-Anfrage mit. Das durchschnittliche Investment pro Mitarbeiter betrug den Unternehmensangaben zufolge über 3.300 Euro.

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Die erste Runde zur Mitarbeiterbeteiligung fand vor einem Jahr statt. Damals nutzten rund 28 Prozent der Berechtigten die Gelegenheit als Miteigentümer ins eigene Unternehmen einzusteigen. Das Investitionsvolumen betrug 1,9 Mio. Euro. Als Aktionäre erhalten sie Dividendenzahlungen.

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Konkret begann Wienerberger im April 2019 damit, seinen Beschäftigten im Rahmen der neuen gesetzlichen Rahmenbedingungen die Möglichkeit zu geben, sich über eine Mitarbeiterbeteiligungs-Privatstiftung am Unternehmen zu beteiligen. Die Stiftung hält die Aktien gemäß den gesetzlichen Bestimmungen treuhändig für alle an dem Mitarbeiterprogramm teilnehmenden Arbeitnehmer und übt die Aktionärsstimmrechte gebündelt aus. (apa/red)