Energiewirtschaft

Warren Buffett nutzt die Krise für milliardenschweren Einstieg ins Gasgeschäft

Berkshire Hathaway nutzt die Flaute der Coronakrise für einen knapp 10 Milliarden Dollar schweren Zukauf: Die Firma des Starinvestors Warren Buffett übernimmt vom Energiekonzern Dominion Energy eine Erdgaspipeline und die Sparte für Energiespeicher.

Die Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway von US-Starinvestor Warren Buffett stemmt mitten in der Coronakrise einen milliardenschweren Zukauf. Das Unternehmen habe sich mit dem Energiekonzern Dominion Energy auf den Verkauf von dessen Erdgaspipeline sowie das Speichergeschäft geeinigt, teilte Berkshire Hathaway mit.

Milliardendeal mitten in der Krise

Die Transaktion hat einen Wert von annähernd 9,7 Mrd. US-Dollar (rund 8,6 Mrd. Euro). Etwa 4 Mrd. Dollar wird Buffetts Berkshire Hathaway Energy bar bezahlen und zudem Schulden im Volumen von 5,7 Mrd. Dollar übernehmen, wie es in einer Pressemitteilung von Dominion Energy (Ortszeit) hieß.

Weitläufige Verteilernetze und große Speicher für Erdgas

Der Deal umfasst demnach mehr als 7.700 Meilen (etwa 12.392 Kilometer) Gasverteilernetze sowie rund 900 Milliarden Kubikfuß (etwa 25 Mrd. Kubikmeter) an Speicherkapazitäten. Der Verkauf muss unter anderem noch vom Energieministerium genehmigt werden. Er soll im Laufe des 4. Quartals 2020 abgeschlossen sein.

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Dominion Energy hat Konzernangaben zufolge knapp 7,5 Millionen Strom- und Erdgaskunden und ist in 18 der 51 US-Staaten aktiv. (dpa/apa/red)