Maschinenbau

Voith: Wieder ein Chefwechsel nach nur sieben Monaten

Beim Maschinenbauer Voith will Stephan Schaller, der von BMW kam, den Chefposten nach nur sieben Monaten wieder abgeben - aus persönlichen Gründen. Sein Nachfolger soll der bisherige Finanzchef Toralf Haag werden.

Der Chef des Maschinenbauers Voith, Stephan Schaller (61), will sein Amt nach nur sieben Monaten aus persönlichen Gründen aufgeben. Nachfolger als Vorsitzender der Konzerngeschäftsführung soll Toralf Haag werden, bisher zuständig für Finanzen und Controlling. Das teilte das Unternehmen in Heidenheim mit.

Schaller kam von BMW

Haag, Anfang 50, sei seit zwei Jahren Mitglied der Konzerngeschäftsführung. Für das Finanzressort soll er auch weiterhin zuständig sein. Schaller war erst im April an die Firmenspitze des Maschinenbauers gerückt und zuvor Leiter der BMW-Motorradsparte gewesen. Nun hört er zum 31. Oktober auf.

Voith verkauft Ausrüstungen für Wasserkraftwerke sowie Papiermaschinen und Antriebssysteme. Das Unternehmen beschäftigt weltweit rund 19.000 Mitarbeiter.

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Schwierige Jahre bei Voith

Der Konzern hat schwierige Jahre und einen radikalen Umbruch hinter sich. Voith verbuchte in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres (1. Oktober 2017 bis zum 31. März 2018) Aufträge im Volumen von 2,29 Milliarden Euro - ähnlich dem Vorjahr. Der Auftragseingang kletterte um negative Währungseffekte um 3 Prozent. Der Auftragsbestand lag (Stichtag 31. März) bei 5,32 Milliarden Euro und damit leicht über dem Stand zum Ende des vergangenen Geschäftsjahres (5,19 Mrd.).

Der Umsatz stieg auf 2,05 Milliarden Euro (plus 4 Prozent), das Betriebsergebnis sank hingegen auf 75 Millionen Euro (Vorjahr: 91 Mio.). Als Grund nannte das Unternehmen Anlaufkosten für Voith Digital Solutions. (dpa/lsw/apa/red)

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