Standortwechsel

Stahlhersteller Wuppermann baut neues Werk in Ungarn

Da die Verzinkungsanlage in Linz geschlossen werden muss, baut die Wuppermann-Gruppe nun in Ungarn für fast 100 Millionen Euro eine Beiz- und Feuerverzinkungsanlage, die 500.000 Tonnen Stahl verarbeiten soll. Sie soll 2016 in Betrieb gehen und etwa 200 Mitarbeiter beschäftigen.

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Nachdem Wuppermann am 15. Mai 2014 den Pachtvertrag für das neue Grundstück in Ungarn unterzeichnet hatte, kann der geplante Ausbau der Infrastruktur durch die ungarischen Behörden beginnen. Dieser umfasst den Hafenausbau, die Realisierung des Kais, die Bodenaufschüttung und den Bau der Bahnschienen. Mitte Juni hatte Wuppermann weiterhin SMS Siemag den Auftrag über die Lieferung einer Warmbreitband Beiz- und Feuerverzinkungslinie für das neue Werk erteilt.

Die Wuppermann-Gruppe baut auf dem 80.000 Quadratmeter großen Grundstück vier Produktions- und Logistikhallen mit einer Gesamtfläche von etwa 32.000 Quadratmeter. Wie bereits 2014 bekannt gegeben, muss die Verzinkungsanlage am Wuppermann-Standort Linz in Österreich wegen auslaufender Pacht- und Lieferverträge mit der Voestalpine Ende 2016 geschlossen werden. Das neue Werk soll auch die österreichischen Standorte von Wuppermann in Altmünster und Judenburg versorgen.