Autoindustrie

Nach dem ersten Hochfahren muss VW wieder abbremsen

Die Flaute am Automarkt Europas zwingt Volkswagen, nach dem ersten optimistischen Hochfahren die Produktion in einigen Werken wieder zu reduzieren. Auch sind einige der rund 80.000 sich in Kurzarbeit befindenden Beschäftigten noch gar nicht zurückgekehrt.

Der Verkaufseinbruch in der Autoindustrie wegen der Corona-Krise zwingt Volkswagen, die Arbeit nach dem jüngsten Wiederanlauf stellenweise schon wieder herunterzufahren. Im Stammwerk Wolfsburg soll die Produktion des kleinen SUV Tiguan sowie des Touran und des Seat Tarraco demnächst an vier Tagen komplett ruhen. Dies gelte für mehrere Tage im Mai, hieß es aus Unternehmenskreisen.

Auch der neue Golf 8 ist betroffen, hier entfallen an den genannten Tagen aber vorerst nur einzelne Schichten. Zudem soll die Möglichkeit von Kurzarbeit grundsätzlich auf den Zeitraum vom 18. bis 31. Mai erweitert werden.

Etliche der rund 80.000 Beschäftigten, für die in Deutschland eine verringerte Arbeitszeit angemeldet worden war, sind noch nicht zurückgekehrt. Volkswagen hatte Ende April zunächst in Zwickau, dann auch am Hauptsitz Wolfsburg und an mehreren weiteren Standorten mit einem vorsichtigen Neustart in der Fertigung begonnen.

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Der gesamten Branche macht jedoch nach wie vor die Vorsicht der Kunden zu schaffen. Lange waren neben der Produktion auch die Autohäuser dicht - nun sind die Lager voll, während viele Verbraucher größere Ausgaben scheuen. Außerdem gab es erhebliche Probleme in den Lieferketten. (dpa/apa/red)