Maschinenbau

Linzer Anlagenbauer Hitzinger rutscht in die Insolvenz

Der Maschinen- und Anlagenbauer Hitzinger ist insolvent. Von der Pleite sind 250 Mitarbeiter betroffen. Die AK warnt vor überstürzten Kündigungen: Offenbar ist geplant, das Unternehmen zu sanieren und fortzuführen.

Die Linzer Maschinen- und Anlagenbaufirma Hitzinger GmbH ist insolvent. 250 Mitarbeiter sind betroffen, ebenso rund 420 Gläubiger. Die Passiva betragen - bei vorerst nicht bekannten Aktiva - 14,8 Mio. Euro. Offenbar ist geplant, das Unternehmen durch einen Sanierungsplan zu entschulden und fortzuführen. Den Gläubigern wird eine 20-prozentige Quote geboten.

Die Mitarbeiter wurden informiert, berichtete die Arbeiterkammer (AK) Oberösterreich. Ihre Dienstverhältnisse seien vorerst nicht berührt. Die Löhne und Gehälter für August seien noch bezahlt worden. AK-Präsident Johann Kalliauer warnte alle Betroffenen davor, überstürzt zu kündigen, denn dadurch könnten Ansprüche verloren gehen.

Bisher zweitgrößte Insolvenz in Oberösterreich 2018

Gemessen an den Passiva handelt es sich laut KSV - nach der Fill-Metallbau-Pleite mit gut 30 Mio. Euro Schulden - um die bisher zweitgrößte Insolvenz heuer in Oberösterreich. Die Firma Hitzinger, die sich auf individuelle Stromversorgung spezialisiert hat, habe bereits im Geschäftsjahr 2016/17 sinkende Umsätze verzeichnet und unter einem konjunkturellen Rückgang bei Wasserkraft-Generatoren sowie hohem Wettbewerbsdruck gelitten.

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Dass letztlich Zahlungsunfähigkeit eintrat, hängt laut AKV Europa und AK mit den Schadenersatzansprüchen eines britischen Kunden zusammen.

Unternehmen betreibt Niederlassungen in den USA, GB und Singapur

Das Unternehmen ist überwiegend im internationalen Projektgeschäft tätig und betreibt Niederlassungen in den USA, in Großbritannien und Singapur, berichtete Creditreform. Die Auftragsbestände seien hoch, die Firma solle fortgeführt werden, so die Gläubigerschützer. (apa/red)

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