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Finanzfirma Elliott steigt wieder beim Werkzeugmaschinenbauer DMG Mori ein

Zuletzt hatte Elliott sein Aktienpaket an der ehemaligen Gildemeister AG fast auf null reduziert - jetzt steigt der Hedgefonds wieder beim Maschinenbauer ein, der inzwischen zu drei Vierteln DMG Mori gehört. Die "Heuschrecke" ist als aktivistisch bekannt und kauft sich gerne bei Firmenübernahmen ein, um mehr Geld rauszuschlagen.

Nach seinem Ausstieg im Frühjahr hat der US-Hedgefonds Elliott seine Beteiligung am Werkzeugmaschinenbauer DMG Mori wieder aufgestockt. Der aktivistische Investor halte inzwischen wieder 5,07 Prozent an dem Konzern, teilt das in Nordrhein-Westfalen ansässige Unternehmen mit. DMG Mori gehört inzwischen zu rund 75 Prozent zur japanischen DMG Mori Co.  

Erst im April hatte Elliott-Chef Paul E. Singer sein Aktienpaket an der ehemaligen Gildemeister AG von fast 15,2 Prozent auf 0,8 Prozent reduziert. Die verkauften Papiere hatten damals einen Börsenwert von mehr als 450 Mio. Euro. Das Vorgehen passt zur Strategie von Singer. Der Fonds kauft sich oft während Übernahmen bei Unternehmen ein und setzt darauf, dass er später - etwa über eine Abfindung - mehr Geld herausschlagen kann.

Gildemeister und DMG Mori kooperierten seit 2009. Sie waren später mit Überkreuzbeteiligungen näher zusammengerückt. Im Frühjahr 2015 folgte ein Übernahmeangebot aus Japan, das wegen der schwachen Nachfrage zweimal nachgebessert wurde. Zuletzt bot der Großaktionär 30,55 Euro für jede Aktie des unterdessen in DMG Mori AG umbenannten Partners. Die Aktie kostete zuletzt etwa 42 Euro. Mit über 11.600 Mitarbeitern und mehr als 3,5 Mrd. Euro Umsatz soll der Konzern zum Weltmarktführer in der Branche aufsteigen. (APA/Reuters/red)

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