Erdgas

Bau an Nord Stream 2 geht trotz Sanktionen weiter

Trotz der US-Sanktionen gegen Unternehmen, die am Bau der Ostseepipeline Nord Stream 2 beteiligt sind, ist an dem Projekt weitergearbeitet worden.

Trotz der US-Sanktionen gegen Unternehmen, die am Bau der Ostseepipeline Nord Stream 2 beteiligt sind, ist an dem Projekt weitergearbeitet worden. So sei die Anlandestation in Lubmin (Vorpommern-Greifswald) jetzt betriebsbereit, sagte ein Sprecher der Nord Stream 2 AG.

An der Anlandestation in Russland werde noch gearbeitet. Seeseitige Nacharbeiten wie punktuelle Steinschüttungen seien ebenfalls abgeschlossen worden, so der Sprecher.

Von den US-Sanktionen sind nur Rohrverlegungen in einer Tiefe ab 100 Metern betroffen. Aktuell geht es um eine Lücke in beiden Leitungssträngen von zusammen gut 150 Kilometern, die noch nahe der dänischen Insel Bornholm zu schließen ist. Insgesamt soll die Leitung 2.460 Kilometer lang werden.

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Die Verlegearbeiten ruhen seit Dezember 2019 - also seit die USA Sanktionen gegen die beteiligten Firmen angedroht hatte. Sie wollen die Leitung verhindern, damit Deutschland nicht stärker von russischer Energie abhängig wird. Russland kündigte jedoch an, die Leitung aus eigener Kraft fertigzubauen.

Aus Österreich ist die OMV an der Finanzierung des Pipelineprojekts beteiligt. Gemeinsam mit Wintershall Dea, Uniper, Royal Dutch Shell und Engie trägt der heimische Konzern die Hälfte der Gesamtkosten von rund 9,5 Mrd. Euro. Die andere Hälfte finanziert der russische Staatskonzern und Eigner der Pipeline Gazprom. (dpa/apa/red)

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