Elektrostapler, Automatisierung, Logistik : Jungheinrich will mit diesem Stapler-Portfolio die Pole Position besetzen

Jungheinrich-Stapler 2026
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Mit sechs neuen oder grundlegend überarbeiteten Fahrzeugklassen, einem Technologieprototyp und einem autonomen Hochhubroboter setzt Jungheinrich ein klares strategisches Signal: Der Lösungsanbieter will nicht nur Schritt halten, er will die Zukunft mitgestalten.

Ein „Feuerwerk der Gegengewichtsstapler“

Vorstandsmitglied Nadine Despineux leitete die Konferenz mit dem Versprechen eines „Firework of Counterbalance Innovation" ein, die Jungheinrich präsentieren werde. Sie betonte damit, dass es dabei nicht nur um neue Stapler, sondern um Technologie in ihrer Breite gehe und nannte die Themen Elektrifizierung, Automatisierung, Ergonomie und Konnektivität als wichtige Schlagworte. Die Weiter- und Neuentwicklungen von Jungheinrich zeigten jedenfalls, was im Fokus des Unternehmens steht: Neben verbesserter Ergonomie für die Mitarbeiter bringen die Fahrzeuge mehr Flächeneffizienz, höhere Prozessstabilität und einen immer höheren Automatisierungsgrad.

Despineux erklärte auch die Strategie, mit dem Produkt „Ant-on by Jungheinrich" den Mid-tech-Markt zu bedienen, der das derzeit „am schnellsten wachsende Segment" sei. Bei den Marktanteils-Erwartungen zeigte sie sich bewusst zurückhaltend, aber ehrgeizig: „Eine höhere, einstellige Zahl wäre schon sehr gut." Der Verkauf der neuen Einsteiger-Marke Ant-on startete im September.

Der AntOn by Jungheinrich ist ein Produkt für das Mid-tech-Segment.

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Baureihe 1i: Kompaktheit neu definiert

Die überarbeiteten Niederhub- und Doppelstockgeräte der Baureihe 1i transportieren Paletten in Filialen, Blocklagern und beim Be- und Entladen von LKW. Genau in diesen oft beengten Situationen zeigt das Re-Design seinen größten Nutzen – die Fahrzeuge sind je nach Modell deutlich kürzer geworden und lassen sich dadurch in engeren Kurven und schmaleren Gassen sicherer manövrieren. 

Möglich wird dies durch ein neu strukturiertes Batterieraumkonzept mit integrierten Lithium-Ionen-Batterien, die auch flexibel zwischengeladen werden können – auch an der normalen Steckdose. Neu ist auch eine Funktion, die das Fahrzeug beim Einfahren in einen LKW-Trailer automatisch langsamer werden lässt und bei Bedarf die Arbeitsscheinwerfer aktiviert

ETV 4i: Schubmaststapler mit Spitzengeschwindigkeiten

Der neue Schubmaststapler ETV 4i ist für all jene Lager gebaut, in denen jede Minute zählt – Distributionszentren, Produktionsversorgung, Mehrschichtbetrieb. Das Fahrzeug hebt durch die serienmäßig enthaltene liftPRO-Funktion Lasten schneller als jedes andere Gerät seiner Klasse am Markt, was sich bei großen Hubhöhen direkt in deutlich mehr Palettenbewegungen pro Schicht niederschlägt. Durch diese Funktion verdoppelt sich die Hubgeschwindigkeit auf bis zu 1,5 m/s ohne Last. Die loweringPRO-Funktion erreicht eine Senkgeschwindigkeit von bis zu 1,2 m/s, reachPRO steigert zusätzlich die Schubgeschwindigkeit. Das Ergebnis laut Jungheinrich: bis zu 20 Prozent mehr Produktivität.

Für die Fahrer ist vor allem eines relevant: Das Gerät wurde spürbar ergonomischer. Der Fahrerbereich bietet mehr Bewegungsfreiheit, das Lenkrad ist individuell einstellbar, und durch den Wegfall des klassischen Batterietrogs hat der Fahrer eine bessere Sicht auf Gabel und Last. Optional steht ein Kamerasystem zur Verfügung, das präzises Einlagern mit weniger körperlicher Anstrengung ermöglicht. 

Mit den neuen EFG-Baureihen 2/2i & 3/3i bringt Jungheinrich die nächste Generation seiner Elektro-Gegengewichtsstapler auf den Markt.

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EFG 2/2i & 3/3i: Weniger toter Winkel, mehr Komfort

Die neuen Elektro-Gegengewichtsstapler EFG 2/2i und 3/3i wurden von Grund auf neu entwickelt – auf Basis der Erfahrungen aus über 170.000 verkauften Fahrzeugen. 

Das zentrale Versprechen: bis zu 15 Prozent bessere Flächeneffizienz gegenüber dem Vorgänger, ermöglicht durch integrierte Lithium-Ionen-Batterie, optimierte Lenkachsgeometrie und kompakte Konstruktion. Der Wendekreis wurde je nach Modell um bis zu 300 mm reduziert.

Ein zentraler Sicherheitsgewinn ist die neu gestaltete B-Säule, die den toten Winkel beim Rückwärtsfahren um bis zu 65 Prozent verringert – angesichts der Tatsache, dass ein Großteil aller Unfälle mit Staplern bei Rückwärtsfahrten passiert, ist das kein kleines Detail. Mehr Beinfreiheit, ein niedrigerer Einstieg und eine spürbar leisere, vibrationsärmere Kabine machen den Unterschied im langen Arbeitstag. Dazu kommen optionale Assistenzsysteme wie eine KI-gestützte Personenerkennung, die aktiv vor Kollisionen warnt und im Ernstfall die Geschwindigkeit reduziert. 

EFG 5: Elektrisch auch im Schwerlastsegment

Mit dem EFG 5 tritt Jungheinrich im Tragfähigkeitsbereich von vier bis fünf Tonnen an – einem Segment, das bislang häufig noch von Verbrennungsmotoren dominiert wird. Das Fahrzeug soll zeigen, dass vollelektrische Heavy-Truck-Einsätze im Mehrschichtbetrieb ohne Leistungseinbußen möglich sind. Auch hier wurde wieder stark auf Ergonomie geachtet: Schmalere Säulen bieten mehr Rundumsicht, die Kabinenabkopplung einen spürbar ruhigeren und leiseren Arbeitsplatz und mehr Platz im Fußraum. Für Betriebe, die im Außeneinsatz unterwegs sind, lässt sich das Fahrzeug entsprechend ausrüsten. Assistenzsysteme wie die optionale KI-gestützte Personenerkennung sorgen auch in unübersichtlichen Arbeitsbereichen für mehr Sicherheit. Verkaufsstart ist für das dritte Quartal 2026 geplant.

EAC 212a: KI-gestützte Automatisierung im Hochhub

Ein weiterer Schwerpunkt der Konferenz war die Automatisierung. Mit dem Mobile Robot EAC 212a präsentierte Jungheinrich eine autonome Lösung für Hochhubanwendungen bis zu einer Übergabehöhe von 1.200 mm und einer Traglast von 1.200 kg. Das Fahrzeug ist als Nachfolger und Weiterentwicklung des EAA zu verstehen – nun mit KI-Integration. Kernstück ist eine KI-gestützte 3D-Palettenerkennung, die Ein- und Auslagerprozesse auch ermöglicht, wenn Paletten nicht exakt an der vorgesehenen Stelle stehen. Das Fahrzeug navigiert auf Basis der vorhandenen Umgebung, die 360°-Sicherheitssensorik erkennt Hindernisse ab 70 mm Höhe und umfährt sie autonom. Der EAC 212a ist als Weiterentwicklung des EAA zu verstehen und wird erstmals breit auf der LogiMAT 2026 präsentiert. Der Marktstart ist für das zweite Halbjahr 2026 vorgesehen.

Mit dem FalcOn gab Jungheinrich einen Ausblick auf die nächste Entwicklungsstufe elektrischer Schwerlaststapler.

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FalcOn: Ausblick auf die Hochvolt-Zukunft

Dieser Prototyp war die letzte – vielleicht spektakulärste – Vorstellung der Fachpressekonferenz: Jungheinrich will mit dem FalcOn zeigen, wohin die Reise im schweren Staplersegment führen soll. Für Branchen wie Getränke, Baustoffe oder Automobilzulieferung, die heute noch häufig auf Diesel setzen, zeichnet Jungheinrich damit ein konkretes Bild der elektrischen Alternative. Der FalcOn soll schnelleres Fahren, schnelleres Heben und vor allem deutlich kürzere Ladezeiten ermöglichen: Rund 30 Minuten reichen aus, um den Akku von 20 auf 80 Prozent zu laden. Gleichzeitig bleibt die Leistung auch bei Dauerbelastung und hohen Temperaturen stabil, was bislang ein typischer Schwachpunkt elektrischer Fahrzeuge in diesem Segment war.

Der FalcOn wird auf der LogiMAT 2026 zu sehen sein. Parallel plant Jungheinrich, ausgewählte Kunden frühzeitig in die Weiterentwicklung einzubeziehen.

Von Hamburg nach Stuttgart: Das Rennen hat begonnen

Was in der Hamburger HafenCity als Produktoffensive startete, bekam auf der Logimat 2026 seine strategische Rahmung. Unter dem Messeleitthema „Connected solutions that fit. From every perspective." präsentierte Jungheinrich als größter Aussteller der Messe auf 1.160 Quadratmetern, wie manuelle und automatisierte Prozesse optimal vernetzt werden – und wie das neue Full-Liner-Portfolio vom Einsteigersegment bis zur Schwerlastklasse lückenlos ineinandergreift. Intralogistik, so die Botschaft, ist ein Rennen gegen die Zeit. Und Jungheinrich hat sich in diesem Frühjahr unmissverständlich in die vorderste Startreihe gesetzt.

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Dieser Artikel entstand als Coverstory der dispo-Ausgabe 2/26 in Kooperation mit Jungheinrich.