Autostore Cargo-Partner Fulfillment Veloq : Automatisierungsschub in Wien: Wie Autostore die Logistik von Cargo-Partner und Veloq optimiert

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© Hörmann Intralogistics

Die zunehmende Automatisierung der Logistik erfasst immer mehr Bereiche entlang der Lieferkette. In Wien sind innerhalb weniger Monate zwei Projekte gestartet, die zeigen, wie vielseitig Autostore-Technologie einsetzbar ist. Sowohl im B2B- als auch im B2C-Bereich nutzen Unternehmen automatisierte Lagersysteme, um Effizienz, Geschwindigkeit und Präzision in der Kommissionierung zu verbessern.

Im iLogistics Center von Cargo-Partner in der Nähe des Wiener Flughafens ist seit 2025 ein AutoStore-System im Einsatz. Das Unternehmen, das zur Nippon Express Holdings gehört, hat damit die Logistik für Kleinteile grundlegend umgestellt. Nach sechs Monaten Betrieb zieht cargo-partner eine positive Bilanz: Der Lagerflächenbedarf konnte um 75 Prozent reduziert werden, die Kommissionierzeiten halbierten sich, und die Abläufe wurden insgesamt beschleunigt. Das System führt rund 200 Behälterbewegungen pro Stunde durch.

Industrie-Fokus bei Cargo-Partner

Ein zentraler Anwendungsfall des Autostore-Systems ist die Ersatzteillogistik für den Spritzgießmaschinen-Hersteller Engel. Seit 2018 betreut Cargo-Partner die Logistik für diesen Kunden. Durch den Systemwechsel habe sich laut Engel-Vizepräsident Harald Wegerer die Performance deutlich verbessert: „Die Zusammenarbeit mit Cargo-Partner hat zu einer spürbaren Verbesserung der Ersatzteil-Performance geführt – so deutlich, dass Kund:innen aktiv nachfragten, was sich verändert hat.“

Die Umstellung auf das Autostore-System war komplex. Während der Bauphase wurden mehr als 12.800 Einzelteile verbaut, die in fünf Lkw-Ladungen mit einem Gesamtgewicht von 16,5 Tonnen angeliefert . Parallel dazu erforderte die Integration des Systems 736 Programmierstunden. Das Lagerverwaltungssystem von Cargo-Partner wurde dabei so angebunden, dass eine reibungslose Kommunikation und Echtzeitsteuerung der Prozesse möglich ist.

Das Spektrum der gelagerten Artikel reicht dabei von sehr kleinen Komponenten bis hin zu großen Teilen. Annahmeschlusszeiten bis 18:30 Uhr garantieren, dass Bestellungen  noch am selben Tag eltweit in den Versand gehen. Im Durchschnitt bearbeitet das iLogistics Center rund 1.000 Bestellpositionen pro Tag und versendet täglich etwa 300 Pakete.

Krisztián Haslinger, Project Manager Contract Logistics, berichtet: „Autostore hat die Wegzeiten im Lager um 50 Prozent verkürzt und die Umschlaggeschwindigkeit erhöht, während gleichzeitig eine hohe Kommissioniergenauigkeit und eine einfache Bedienung für unsere Lagerkolleg:innen gewährleistet sind.“

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Logistik neu sortiert: Veloq und Autostore testen Echtzeit-Expedition für Frischware

Parallel dazu realisierte Veloq, ein Unternehmen der Rohlik Group, ein Autostore-Projekt in Wien mit gänzlich anderem Anwendungsprofil. Hier steht nicht die industrielle Logistik, sondern der Online-Lebensmittelhandel im Zentrum. Das Fulfillment Center, das im Oktober 2025 eröffnet wurde, verarbeitet über 20.000 verschiedene Artikel – von frischen Lebensmitteln über Tiefkühlware bis zu pharmazeutischen Produkten.

Laut Autostore ist das Projekt von Veloq weltweit das erste seiner Art, bei dem eine Echtzeit-Expedition direkt im Grid möglich ist. Das bedeutet, dass Bestellungen unmittelbar nach dem Pickvorgang automatisch nach Lieferroute sortiert werden – ein entscheidender Vorteil im schnelllebigen E-Commerce mit hohen Volumina. Die Belieferung erfolgt innerhalb von 30 Minuten, mit einer Drei-Stunden-Zusage vom Klick bis zur Lieferung.

Richard McKenzie, CEO von Veloq, betont: „Unsere Partnerschaft mit Autostore markiert den nächsten Schritt in der globalen Ausrollung unseres Modells.“ Die Plattform, auf der das neue Fulfillment Center basiert, wurde bereits in fünf europäischen Märkten getestet. Mit einer Bestellgenauigkeit von 94 Prozent und Net Promoter Scores über 90 plant Veloq nun, das Konzept international auszuweiten.

Technologie für unterschiedliche Anforderungen

Die beiden Wiener Beispiele zeigen, wie Autostore-Technologie flexibel an unterschiedliche logistische Herausforderungen angepasst werden kann. Während bei Cargo-Partner klassische B2B-Prozesse und hohe Präzision im Mittelpunkt stehen, liegt der Fokus bei Veloq auf Geschwindigkeit und Skalierbarkeit im B2C-Segment.

Trotz der unterschiedlichen Geschäftsmodelle gibt es gemeinsame Nenner: Beide Projekte setzen auf kompakte Bauweise, IT-gesteuerte Prozesse und Automatisierung als Grundlage für Wachstum. Zudem betonen beide Unternehmen die ergonomischen Vorteile für Mitarbeitende sowie die Bedeutung strategischer Partnerschaften für eine erfolgreiche Systemeinführung.