Datenbrillen und Drohnen im Vergleich : IT-Gadgets 2025: Der große Check
Datenbrillen und andere Gadgets wie Drohnen werden bis 2028 neue Marktsegmente erschließen.
- © RUBENBON10 - stock.adobe.comDatenbrillen, Smartwatches oder auch Drohnen: Sogenannte Gadgets sind längst Teil des privaten Alltags. Eine Smartwatch etwa informiert auf einen Blick über Nachrichten, kann Anrufe annehmen und protokolliert Körperfunktionen. Das sind Eigenschaften, die auch in der Industrie gefragt sind: Mitarbeitende sind im gesamten Werk erreichbar, können unmittelbar über Probleme in der Produktion informiert werden, und Menschen, die allein arbeiten, werden durch die Überwachung der Lebensfunktionen abgesichert. Bei einem Unfall alarmieren die Uhren die Rettungskräfte für schnelle Hilfe und übermitteln auch den jeweiligen Standort gleich mit.
Lästige Helferlein?
In der Belegschaft sind die kleinen Helferlein jedoch nicht immer wohl gelitten. Das gilt insbesondere für Datenbrillen, die oft als zu schwer und zu komplex empfunden werden – ein Problem, das auch den Herstellern bewusst ist. Insbesondere bei Almer Technologies versucht man, hier Abhilfe zu schaffen. „Bisher wurden die Prozesse bei der Einführung von Augmented Reality im industriellen Umfeld viel zu komplex gestaltet“, sagt Sebastian Beetschen, CEO von Almer, gegenüber der Online-Plattform DIMA. „Wir von Almer Technologies haben die Schwachstellen erkannt und unsere Datenbrille Arc 2 derart konzipiert, dass sie sich ausschließlich an den Bedürfnissen ihrer Nutzer orientiert.“ Dazu gehört unter anderem, dass sie lediglich 179 Gramm wiegt und eine selbsterklärende Handhabung hat, wie das Unternehmen verspricht.
Durchaus anerkannt sind die Leistungen von Drohnen in der Industrie. Die Fluggeräte werden oft für Inspektionen an schwer zugänglichen Orten eingesetzt. Sie liefern hochpräzise Aufnahmen und sind auch für die Planung von Anlagen unersetzlich. Sie sind dafür mit hochauflösenden Kameras ausgerüstet, die durch Spezialsensoren wie etwa Wärmebildkameras ergänzt werden können. Moderne Technologien wie LIDAR (Light Detection and Ranging) oder auch kohlenstoffverstärkte Käfige sorgen für Sicherheit und Schutz der Fluggeräte.
Sie wollen sich inspirieren lassen? Wir haben beispielhaft zehn Gadgets zusammengestellt, die die Effizienz in Unternehmen stärken und die Arbeit für die Mitarbeitenden erleichtern können.
SMARTPHONES: Samsung vs. i.safe
Samsung Galaxy XCover 7
Robustes 5G-Smartphone, das speziell für den Einsatz in kritischen Umgebungen entwickelt wurde. Das Samsung Galaxy XCover 7 ist nach IP68 gegen Staub und Wasser geschützt und nach MIL-STD 810H sturzsicher zertifiziert. Es verfügt über ein 6,6 Zoll großes FHD+-Display, das auch mit feuchten Händen oder Lederhandschuhen bedient werden kann. Eine Besonderheit ist der austauschbare Akku und der Pogo-Pin-Anschluss. Das XCover 7 kann auch als Scanner verwendet werden und ist für den SAP Service and Asset Manager vorbereitet.
Besonderheiten: Widerstandsfähigkeit nach Militärstandard, langer Akkubetrieb.
Einsatzgebiete: Baugewerbe, Logistik, Außendienst.
i.safe IS530.2
Das eigensichere i.safe IS530.2 ist für Zone 2/22 (ATEX/IECEx) zertifiziert. Es verfügt über eine ISM-Geräteschnittstelle. Zusatzmodule wie das Remote-Speaker-Mic, PTT-Headsets oder der professionelle Barcodescanner IS-TH1 machen aus dem IS530.2 ein wandelbares Multifunktionsgerät. Dank einer SOS-Taste und der LWP-Ready-Funktionalität bietet es auch erhöhte Sicherheit für Alleinarbeiter. Das 4G-Smartphone ist Android Enterprise Recommended, Zero-Touch-fähig und MDM-kompatibel.
Besonderheiten: Explosionsschutz (ATEX Zone 2/22), IP68-Zertifizierung.
Einsatzgebiete: Chemie, Öl- und Gasindustrie, Industrieanlagen, Gefahrenumgebungen.
TABLETS: Panasonic vs Zebra
Panasonic Toughbook G2 mk3
Tablet-Computer auf Windows 11-Basis. Das Toughbook G2 verfügt über einen KI-gestützten Intel-Prozessor, einen 10,1 Zoll großen Touchscreen mit bis zu 1000 cd/m² Leuchtkraft und 4G/5G-Unterstützung. Es besitzt eine Zertifizierung nach MIL-STD-810H und IP65. Eine Besonderheit ist der modulare Aufbau: Eine Tastatur kann angedockt werden, und konfigurierbare Schnittstellen ermöglichen es, Funktionen schnell und einfach auszutauschen – von HF-RFID, Smartcard und Barcodeleser bis hin zu True Serial Port und Wärmebildtechnik.
Besonderheiten: Erweiterbare Module und Hot-Swap-fähige Akkus für lange Nutzungsdauer.
Einsatzgebiete: Versorgungsunternehmen, Transportunternehmen, Notfalldienste.
Zebra ET51/ET56
Das Zebra ET51/ET56 ist ein robustes Tablet für den industriellen Einsatz, das viel Leistung und Flexibilität mitbringt. Es besitzt ein 8,4- oder 10,1 Zoll großes, sonnenlichttaugliches Display und ist wahlweise für Android oder Windows verfügbar. Über einen Connector lässt sich zahlreiches Zubehör anschließen, wie z.B. ein professioneller Scanner. Der Akku ist zudem durch einen Hot-Swap-fähigen Zweitakku ergänzbar. Das Gerät unterstützt WLAN, Bluetooth und LTE.
Besonderheiten: Scanfunktionen und große Anpassbarkeit mit Zubehör.
Einsatzgebiete: Lagerlogistik, Außendienst, Einzelhandel und Transportwesen.
SMART GLASSES: RealWear vs Almer
RealWear HMT-1
Die Datenbrille RealWear HMT-1 ist speziell für den industriellen Einsatz entworfen worden, Sie bietet ein HD-Display und ist vollständig sprachgesteuert. Vier Mikrofone und moderne KI-Technologie sorgen dafür, dass dies auch in lauten Umgebungen funktioniert. Die AR-Brille kann an Schutzhelmen und Schutzbrillen montiert werden. Das Gerät ist nach IP66 und MIL-STD-810G zertifiziert. Der 3250 mAh große Akku bietet eine Laufzeit von bis zu 8 Stunden.
Besonderheiten: Sprachsteuerung bei hoher Umgebungslautstärke und robuste Bauweise.
Einsatzgebiete: Wartung, Inspektion, Fernunterstützung und technische Schulungen in industriellen Bereichen.
Almer Arc 2
Die Almer Arc 2 wiegt nur 179 Gramm und bietet dank ihres schlanken und ergonomischen Designs besonderen Tragkomfort. Ein sehr helles Display ermöglicht die Anzeige von Echtzeit-Daten, Navigation und visueller Assistenz – auch in Außenbereichen. Die eingebaute Kamera mit Autofokus löst mit 25 Megapixeln auf. Ein integriertes Licht ersetzt die Stirnlampe. Dank der Integration von Lautsprechern können auch Telefonate ohne zusätzliche Kopfhörer geführt werden.
Besonderheiten: Leichtes, komfortables Design; hochauflösende Kamera.
Einsatzgebiete: Industrie und Logistik, medizinische Anwendungen, Schulungen und Fernwartung.
SMARTWATCHES: Workerbase vs. Ismarch
Workerbase Smartwatch (WB-3301)
Smartwatch mit Android 13, die speziell für industrielle Anwendungen konzipiert ist. Die WB-3301 verfügt über viele für die Zielgruppe optimierte Funktionen wie etwa einen Smartwatch-QR-Code-Scanner. Ihr spezieller Formfaktor ermöglicht einen effizienten Einsatz in der Fertigung. Die Smartwatch ist Teil der Connected Worker-Plattform, mit der Daten, Arbeitsabläufe und Prozessmanagement in einer Low-Code-Umgebung konfiguriert werden können.
Besonderheiten: Echtzeit-Datenübertragung und Unterstützung industrieller Apps.
Einsatzgebiete: Fertigung, Logistik und Wartungsarbeiten.
Ismarch J3-Lora
Industrielle Smartwatch, die robuste Kommunikation und Echtzeit-Tracking ermöglicht. Mit Long Range Wide Area Network (LoRa)-Technologie ausgestattet, bietet die J3 eine stabile Verbindung über weite Distanzen und ist ideal für Orte ohne Mobilfunkabdeckung. Sie bietet eine hochpräzise Überwachung der Vitalparameter, einschließlich Herzfrequenz, SpO2, HRV und Stresslevel. Dank Bluetooth-Beacons erlaubt sie eine präzise Innenraum-Positionierung.
Besonderheiten: LoRa-Konnektivität für weite Distanzen und lange Akkulaufzeit.
Einsatzgebiete: Schwerindustrie, Transportwesen, Überwachungsaufgaben im Außeneinsatz.
DROHNEN: Flyability vs. DJI
Flyability ELIOS 3
Industriedrohne, die sich besonders für Inspektionen in schwer zugänglichen Bereichen wie Tanks, Kesseln oder Rohrleitungen eignet. Ein kugelförmiger Kohlefaserkäfig schützt die Elios 3 vor den Folgen von Kollisionen. Sie ist mit einer hochauflösenden Kamera (0,18 mm/px Objektauflösung) und einem LiDAR-Sensor ausgestattet und kann mit Hilfe von Photogrammetrie eine 3D-Ortung von Schäden durchführen. Ergänzt wird die Ausstattung durch eine Thermalkamera und ein LED-Beleuchtungssystem mit 16.000 Lumen.
Besonderheiten: 3D-Visualisierung mit LiDAR und schützendes Gehäuse für sichere Einsätze.
Einsatzgebiete: Wartung und Inspektion von Infrastrukturen, Gebäuden und industriellen Anlagen.
DJI Matrice Serie
Die DJI Matrice-Serie ist eine Drohnenreihe für professionelle Anwendungen in verschiedenen Branchen. Mit leistungsstarken Kameras, modularen Nutzlasten und einer robusten Bauweise bietet die Matrice-Serie hohe Leistung bei Inspektionen, Luftaufnahmen und Kartierungen. Sie unterstützt zahlreiche Kameras und Sensoren, darunter Wärmebild- und LiDAR-Systeme, und gewährleistet präzise Datenaufnahmen unter schwierigen Bedingungen.
Besonderheiten: Modularer Aufbau für verschiedene Nutzlasten und erweiterte Sensoroptionen.
Einsatzgebiete: Inspektionen, Vermessungen, Landwirtschaft und Notfalleinsätze.