Der interkontinentale Straßentransport über Zentralasien benötigt laut Girteka in der Regel 14 bis 18 Tage zwischen China und Europa. Damit liegt er in der Geschwindigkeit zwischen Luftfracht und Bahntransport, bietet jedoch eine höhere Flexibilität, da die Ware während der gesamten Strecke im selben Transportmittel bleibt.
Die Route verbindet große Produktionszentren in China – etwa Shenzhen, Shanghai, Beijing, Qingdao oder Chengdu – mit europäischen Märkten wie Deutschland, Frankreich, den Benelux-Ländern, Italien, Spanien, Großbritannien oder Polen. Meist führt der Weg über Zentralasien in die Europäische Union.
Einige Logistikunternehmen erweitern diese Korridore inzwischen auch auf Produktionsstandorte in Südostasien, etwa in Vietnam oder Kambodscha.
„Wenn Luftfrachtkorridore unsicher werden, entdecken Lieferketten den Wert von Straßentransport zwischen Asien und Europa neu“, sagt Užienė. Gleichzeitig unterstreiche die Krise, wie wichtig diversifizierte Transportwege für globale Lieferketten seien.