Konjunktur

IWF: China soll für Wirtschaft von Null-Covid-Strategie abrücken

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Die Beschränkungen erwiesen sich als Belastung - sowohl für die chinesische als auch für die globale Wirtschaft, sagte IWF-Chefin Kristalina Georgiewa bei einer Veranstaltung des Weltwirtschaftsforums.

Das verlangsame Wachstum der nach den USA zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt sei auch auf die Tatsache zurückzuführen, dass es wegen Null-Covid-Strategie immer wieder zu Betriebsschließungen komme. Die Behörden reagieren schon auf kleine Ausbrüche mit rigiden Maßnahmen, wozu etwa das Abschotten von Megastädten oder das Schließen von Handelshäfen gehört.

Das kann auch den Warenfluss von und nach Europa erheblich treffen. China ist etwa der wichtigste Handelspartner Deutschlands, der größten Volkswirtschaft des alten Kontinents. Die Materialengpässe, unter denen die europäische Wirtschaft leidet, könnten sich dann noch einmal verschärfen.

Die Volksrepublik hat die Coronakrise 2020 bisher erstaunlich gut gemeistert und ist als einzige große Wirtschaftsmacht sogar gewachsen. Im vergangenen Jahr hat das Reich der Mitte noch eine Schaufel nachgelegt: Das Bruttoinlandsprodukt legte mit 8,1 Prozent so stark zu wie seit einem Jahrzehnt nicht mehr, fiel in der zweiten Jahreshälfte aber schon deutlich geringer aus als in den ersten sechs Monaten.

Allerdings steht das riesige Land vor einem Problem: Die 1,4 Milliarden Einwohner sind zwar größtenteils geimpft, allerdings nur mit heimischen Vakzinen. Und die wirken offenbar noch weniger gut gegen das hochansteckende Omikron als die in Europa verwendeten mRNA-Impfstoffe. Der deutsche Charité-Virologe Christian Drosten hat China kürzlich als seine derzeit "größte Sorge" bezeichnet.

Im Februar starten die Olympischen Winterspiele in Peking, wozu Tausende Ausländer ins Land kommen werden. Experten zufolge lassen sich Corona-Ausbrüche kaum vermeiden, trotz abgeschotteter Teams und vieler Tests. (apa/red)