Halbleiter

Chipausrüster ASML will trotz Hürden Umsatz steigern

Die Headquarters von Maschinenbauer und Chipausrüster ASML in Veldhoven, Niederlande

Der ASML-Hauptsitz in Veldhoven

- © A ansems, Gemeinfrei

ASML, ein Anbieter von Lithographiesystemen für die Halbleiterindustrie mit Hauptsitz in den Niederlanden, rechnet erneut mit einem starken Wachstum. Der Chipausrüster glaubt nicht an einen Umsatzeinbruch trotz Umstellung im Testverfahren bei der Auslieferung von Maschinen.

Der Umsatz soll in diesem Jahr um rund 20 Prozent steigen, teilt das für die Chipindustrie so wichtige Unternehmen mit. 2021 stieg der Erlös um ein Drittel auf 18,6 Milliarden Euro. Die Prognose für das laufende Jahr liegt wie der 2021er-Umsatz im Rahmen der Erwartungen von Analysten.

Das Umsatzplus könnte noch höher ausfallen, wenn ASML nicht die Tests der Maschinen bei der Auslieferung geändert hätte. Um der hohen Nachfrage der Hersteller von Chips schneller nachzukommen, verlagert der Maschinenbauer die finalen Tests der Anlagen von den eigenen Fabriken zum Kunden. Dadurch können diese die Anlagen schneller nutzen. Allerdings kommt es so auch zu Verzögerungen bei der formellen Abnahme. Nach aktuellen Schätzungen wird der Umsatz aus dem Verkauf von sechs der zukunftsträchtigen EUV-Lithografiemaschinen (Extrem-Ultraviolett-Lithografie) erst 2023 verbucht werden und nicht bereits 2022.