Bahnindustrie

Siemens mit Alstom: Vier Länder der EU erheben Einspruch

Vier europäische Länder haben Bedenken gegen den Zusammenschluss der Zugsparten von Siemens und Alstom geäußert. In einem gemeinsamen Brief an die Europäische Kommission erklärten Vertreter Großbritanniens, Belgiens, Spaniens und der Niederlande, der Verlust von Wettbewerb durch die Fusion sei "weitgehend und erheblich".

Zudem gingen die von den Unternehmen angebotenen Zugeständnisse nicht weit genug, heißt es in einem Brief, den die Wettbewerbsbehörden der vier Staaten am Donnerstag im Internet veröffentlichten. Sie fordern eine deutlich weiter gehende Lösung, um die Bedenken zu zerstreuen. Angebracht wäre der Verkauf eines sich überschneidenden Geschäfts, so die Behörden.

Siemens und Alstom hatten Mitte Dezember der EU-Kommission Zugeständnisse zugesagt. Damit wollen die beiden Konzerne Bedenken der Wettbewerbshüter ausräumen.

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Die vorgeschlagenen Maßnahmen beinhalten vor allem Aktivitäten im Bereich Signaltechnik, aber auch Schienenfahrzeuge. Diese umfassten rund vier Prozent des Umsatzes des neuen Unternehmens, so die beiden Unternehmen, die das Paket "angemessen" nannten. Allerdings hatten Siemens und Alstom auch erklärt, es gebe keine Gewähr, dass die Maßnahmen ausreichten, um die Bedenken der Kommission auszuräumen. Eine Entscheidung der Behörde ist bis zum 18. Februar 2019 zu erwarten. (dpa/apa/red)