Stahlindustrie

"Welt-Stahl-Gipfel" Ende November in Berlin

Große Stahlproduzenten treffen sich im November in Berlin, um über die Krise ihrer Branche, die massiven Überkapazitäten und die drohenden Strafzölle der USA zu reden.

Die großen stahlproduzierenden Länder wollen Ende November bei einem Ministertreffen in Berlin über die Krise der Branche beraten. Dabei gehe es darum, Lösungen für das Problem der hohen Überkapazitäten und drohender US-Strafzölle zu finden, erklärte das deutsche Wirtschaftsministerium. Ein solches Treffen hatte der deutsche Wirtschaftsstaatssekretär Matthias Machnig bereits vor einigen Tagen in einem Interview der Nachrichtenagentur Reuters nach einer USA-Reise angekündigt.

Das Ziel: "Neue Strafzölle für unsere Unternehmen verhindern"

Die Konferenz war beim Gipfel der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer (G-20) in Hamburg im Juli ins Auge gefasst worden, um die Probleme in der Branche gemeinsam in einem globalen Forum zu lösen. Dieses Forum ist bei der Industrieländerorganisation OECD angesiedelt. Die "Wirtschaftswoche" sprach von einem "Welt-Stahlkrisengipfel" in Berlin.

"Wir wollen gemeinsam diskutieren, wie wir Überkapazitäten auf den Weltmärkten verhindern und fairen Wettbewerb garantieren können", sagte Machnig dem Magazin. "Unser Ziel ist, neue Strafzölle für unsere Unternehmen zu verhindern."

Die US-Regierung hatte ihre Pläne für weitere Strafzölle auf Stahlimporte, auch gegen den Linzer Stahlhersteller Voestalpine sowie gegen mehrere Stahlriesen aus Deutschland wegen der Beratungen auf dem globalen Forum erst einmal auf Eis gelegt.  (reuters/apa/red)

Aktuell zu US-Strafzöllen auf Stahl:

Amerikas Stahlkonzerne wollen Stahlimporte massiv einschränken >>

Trump droht wieder mit Strafzöllen bei "Dumpingstahl" >>

Strafzölle auf Stahl: Salzgitter bestätigt Zahlungen an die USA >>

Wolfgang Eder: Die Stahlbranche ist eine Macho-Industrie >>