​Energiewirtschaft

Toshibas Krise: Washington gefällt Verkauf von Westinghouse nicht

Der japanische Industrieriese Toshiba will seine amerikanische Atomkrafttochter Westinghouse abstoßen, um sich selbst sanieren zu können - doch die Regierung von Donald Trump will sich jetzt offenbar querlegen.

Die Trump-Regierung will nach der Pleite der amerikanischen Toshiba-Tochter Westinghouse verhindern, dass sensible Daten und Infrastruktur in chinesische Hände fällt. Ein Vertreter der US-Regierung von Präsident Donald Trump sagte, es gebe diesbezüglich Beratungen mit Japan.

Die Finanzprobleme bei Toshiba seien ein Risiko. "Es gibt eine Chance, dass Dinge passieren können, die gefährlich sind." Die Atomtechnik der AKW-Firma Westinghouse könne zum Beispiel auch für militärische Zwecke genutzt werden. Die Gespräche mit Japan sollten das Risiko mindern.

Aktuell zu Toshibas Strategie:
Toshibas Rettungsplan: Westinghouse in die Pleite, Chipsparte abstoßen >>
Toshiba und der Verlustbringer Atomkraft >>

White Paper zum Thema

Westinghouse hat zuletzt Insolvenz angemeldet, weil die Kosten beim Bau von vier Atomkraftwerken im Südosten der USA aus dem Ruder gelaufen sind. Das Unternehmen dürfte verkauft werden, weil der japanische Toshiba-Konzern selbst um Stabilität ringt. Chinesen gelten dabei als potenzielle Interessenten. Als Favorit wird aber der südkoreanische Energiekonzern Kepco gehandelt. Südkorea arbeitet in Sicherheitsfragen eng mit den USA zusammen.

Trump trifft gerade den chinesischen Staatschef Xi Jinping in Florida. Dabei dürfte es vor allem um Sicherheits- und Handelsfragen gehen. (reuters/apa/red)

Verwandte tecfindr-Einträge