Bergbau

Steirische Gemeinden wehren sich gegen Lithiummine auf der Koralm

Gemeinden in der Steiermark klagen gegen den geplanten Abbau von Lithium auf der Kärntner Seite der Koralm. Das Trinkwasser von 20.000 Bewohnern der Region könnte gefährdet sein, heißt es in der Anklageschrift.

Der geplante Lithium-Abbau auf der Kärntner Seite der Koralm könnte ein Fall für das Gericht werden: Der Wasserverband Koralm auf der steirischen Seite der Koralm hat bei der Staatsanwaltschaft Klagenfurt eine Anzeige wegen des Verdachts auf Umweltgefährdung eingebracht. Die Sprecherin der Staatsanwaltschaft Klagenfurt, Tina Frimmel-Hesse, bestätigte der APA den Eingang der Anzeige.

Australier kaufen Schürfrechte

Das australische Unternehmen ECM Lithium AT mit Niederlassungen in Wien und im Kärntner Bezirk Wolfsberg hatte Ende Mai 2011 der Kärntner Montanindustrie GmbH (KMI) die Schürfrechte an den Lithium-Vorkommen auf der Koralm um zehn Mio. Euro abgekauft.

Damals war vom Beginn des Abbaus in zwei Jahren, also 2013, die Rede gewesen. Das Lithium-Vorkommen gilt als eines der größten in ganz Europa. Lithium ist einer wichtigsten Rohstoffe für die Herstellung von leistungsfähigen Batterien.

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Gemeinden klagen

Jetzt werde gegen unbekannt ermittelt, bestätigt die Klagenfurter Staatsanwältin. Der Wasserverband Koralm, bestehend aus den Gemeinden Deutschlandsberg, Frauental und Trahütten, hat die Anzeige gegen die Verantwortlichen der ECM Lithium AT GmbH erstattet.

Klageschrift: Gefahr für Trinkwasser von rund 20.000 Menschen der Region

In der Sachverhaltsdarstellung werden laut einem Schreiben der Wiener Kanzlei Eisenberger und Herzog Überschreitungen von Maßnahmenschwellenwerten vorgeworfen. Diese könnten das Trinkwasser von rund 20.000 Bewohnern in der Region gefährden, hieß es. Es soll sich um ölhaltige Verunreinigungen des Erdreichs im Bereich von Bohrlöchern handeln.