Tesla

Elon Musk: Arabischer Fonds könnte Börsenabgang finanzieren

Elon Musk bringt Teslas Abschied von der Börse weiter ins Gespräch - die Finanzierung des teuren Vorhabens könnte demnach einfach der staatliche Fonds PIF aus Saudi-Arabien übernehmen. PIF hat im Hintergrund eine milliardenschwere Beteiligung an Tesla aufgebaut.

Tesla-Chef Elon Musk hat nach eigenen Angaben die Finanzierung eines Börsenrückzugs seiner Firma mit PIF, dem Staatsfonds Saudi-Arabiens, diskutiert. "Ich führe weiterhin Gespräche mit dem Saudi-Fonds und auch mit einer Anzahl anderer Investoren", teilte Musk im Firmen-Blog mit.

Musk lässt sich dazu von Goldman Sachs beraten

Außerdem lässt sich Musk nach eigenen Angaben bei dem neuesten Plan von der Kapitalbeteiligungsgesellschaft Silver Lake sowie von der Großbank Goldman Sachs beraten. In Rechtsfragen arbeite er mit der New Yorker Anwaltskanzlei Wachtell, Lipton, Rosen & Katz sowie mit der Kanzlei Munger, Tolles & Olson in Los Angeles zusammen.

Interesse offenbar seit Anfang 2017

Ein Interesse der Saudis, sich an einer möglichen Privatisierung Teslas zu beteiligen, um eine Alternative zum Ölgeschäft zu erschließen, bestehe bereits seit Anfang 2017 und sei auch weiterhin vorhanden.

White Paper zum Thema

Musk hatte am vergangenen Dienstag mit einem Tweet, wonach er erwäge, Tesla bei einem Aktienkurs von 420 Dollar (367 Euro) von der Börse zu nehmen, für große Aufregung gesorgt und einen zwischenzeitlichen Handelsstopp verursacht.

Finanzfirmen klagen Tesla - wegen Kursgewinnen an der Börse

Für Argwohn an den Märkten sorgte insbesondere seine Aussage, die Finanzierung eines solchen Deals sei bereits gesichert. US-Medien berichteten später, dass die Börsenaufsicht SEC den Wahrheitsgehalt von Musks Tweet prüfe und einige Investoren bereits Klagen wegen möglicher Marktmanipulation gestartet hätten.

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Abgang wäre ein historischer finanzieller Kraftakt

Tesla von der Börse zu nehmen, wäre gemessen am Aktienkapital, das theoretisch zurückgekauft werden müsste, ein historischer finanzieller Kraftakt. Bei Musks Kursziel würde sich der Börsenwert auf mehr als 70 Mrd. Dollar belaufen.

Der Tesla-Chef schrieb nun jedoch, er gehe davon aus, dass rund zwei Drittel der Aktionäre bei einem Börsenabgang investiert blieben. Dadurch würden die nötigen Mittel erheblich verringert. Am Markt wurde Musks Blog verhalten aufgenommen - die Aktie notierte zuletzt leicht im Plus. (dpa/apa/red)

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