Computerkriminalität

Cybersicherheit: Mindestanforderungen für neue Lieferanten bei Siemens

Der deutsche Industriekonzern führt im Bereich Cybersicherheit schrittweise Mindestanforderungen für neue Lieferanten ein. Das schwächste Glied einer industriellen Lieferkette sei entscheidend für die gesamte Sicherheit, hieß es. Auch Telekom, Allianz oder Airbus machen mit.

Der deutsche Wirtschaftsminister Peter Altmaier und Siemens-Chef Joe Kaeser pochen auf größere Cyber-Sicherheit in den industriellen Lieferketten. "Das schwächste Teil einer Kette ist entscheidend für die Sicherheit", sagte Altmaier in München.

Der Fall Huawei als Auslöser

Die Debatte ist auch mit der anstehenden Entscheidung der deutschen Bundesregierung über die Ausschreibung für das neue Mobilfunknetz 5G verknüpft. Dabei muss entschieden werden, ob beim Ausbau Produkte etwa chinesischer Netzwerkausrüster wie Huawei verwendet werden dürfen.

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Siemens: Neue Vorgaben bei sicherheitskritischen Komponenten

Kaeser verwies darauf, dass Siemens ab 15. Februar schrittweise Mindestanforderungen für Cyber-Sicherheit für neue Lieferanten einführen wird. Dies betreffe vor allem Lieferanten von sicherheitskritischen Komponenten wie Software, Prozessoren oder elektronische Bauteile für bestimmte Steuerungseinheiten. Kaeser und Altmaier verwiesen auf die immer größere Vernetzung durch die Digitalisierung und die Gefahr von Manipulationen.

16 Industriekonzerne machen mit

Beide sprachen auf einer Veranstaltung der "Charter of Trust" für größere Cyber-Sicherheit, der sich mittlerweile 16 Firmen, darunter die Deutsche Telekom, Allianz, Airbus, IBM oder NXP angeschlossen haben. Auch Regierungsbehörden wie das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und das spanische National Cryptologic Center (CCN) sind der Initiative beigetreten. Nach Angaben von Siemens sind 60 Prozent der Cyber-Attacken auf die Lieferketten von Unternehmen zurückzuführen. (reuters/apa/red)

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