Niederösterreich

Zulieferer Rupert Fertinger insolvent: Alle Mitarbeiter sollen bleiben

Nach der Insolvenz des Zulieferers Fertinger sollen nach den Worten des Geschäftsführers alle 180 Mitarbeiter in Wolkersdorf und Neusiedl an der Zaya weiter beschäftigt werden. Das Unternehmen sei saniert, habe sich aber bei Investitionen übernommen.

Die insolvente Rupert Fertinger GmbH hat mitgeteilt, dass der Sanierungsplan die Fortführung des Unternehmens mit dem gesamten Personal vorsieht. "Alle 180 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an den beiden Standorten Wolkersdorf und Neusiedl/Zaya werden weiter beschäftigt", so Geschäftsführer Gerhard Lampesberger in einer Firmenmitteilung.

"Unternehmen ist betriebswirtschaftlich saniert"

"Ursache für den Sanierungsantrag waren hohe Restrukturierungskosten im Zuge der Schließung von zwei Satellitenstandorten in Österreich sowie hohe Entwicklungsaufwendungen", hieß es. "Die Restrukturierungsmaßnahmen der letzten Jahre haben gegriffen, das Unternehmen ist betriebswirtschaftlich saniert, aber aufgrund der hohen Investitionen in die Standorte Wolkersdorf (NÖ) und Niepolomice (Polen), hoher Entwicklungskosten und der über dem Budget liegenden hohen Anlaufkosten des Standorts in Polen überschuldet", erklärte Lampesberger.

Eckdaten zu dieser Insolvenz:
Niederösterreichischer Autozulieferer Rupert Fertinger ist insolvent >>

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Ziel sei es, das Unternehmen durch das Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung zu entschulden und weiterzuführen. Im ersten Quartal 2019 habe man bereits wieder positiv bilanziert. Die Rupert Fertinger GmbH verfügt über Standorte in Wolkersdorf (Bezirk Mistelbach) und Neusiedl/Zaya (Bezirk Gänserndorf) in Niederösterreich.

Polnischer Standort von der Insolvenz nicht betroffen

Der Standort in Polen ist eine eigenständige Gesellschaft mit 80 Mitarbeitern, die Fertinger Automotive Polska ist von der Insolvenz nicht betroffen.

Eckdaten zum Unternehmen

Rupert Fertinger GmbH gehört zu 97 Prozent der Metallwarenerzeugung Rupert Fertinger GmbH, die zur Gänze im Eigentum des Industriellen Veit Schmid-Schmidsfelden steht. Schmid-Schmidsfelden ist stellvertretender Industrie-Bundesspartenobmann in der Wirtschaftskammer Österreich und war bei den vergangenen Metallerlohnrunden Chefverhandler der Arbeitgeber.

Das Unternehmen ist Spezialist für die Entwicklung von Komponenten für das Temperatur-Management in Fahrzeugen, für strom- bzw. medienführende Module und für Baugruppen aus metallischen Leichtbaustoffen. Komponenten für die Bade- und Sanitärausstattung befinden sich ebenfalls im Produktportfolio. (apa/red)

Rupert, Fertinger © APA

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