Elektroautos

Ausgebrannter Tesla in Tirol: Entsorgung von Batterien ist ein Riesenproblem

Nachdem ein Elektroauto von Tesla in Tirol nach einem Unfall ausgebrannt ist, hat es viele Wochen gedauert, um die Entsorgung der 600 Kilogramm schweren Batterie zu organisieren - selbst Techniker von Tesla kamen nicht weiter.

Nach den Unklarheiten rund um die Entsorgung der Batterie eines ausgebrannten Tesla-Wracks in Tirol hat nun ein Tiroler Ausstatter von Autoverwertern den Lithium-Ionen-Akku für Forschungszwecke übernommen.

Der Tesla war bei einem Unfall vor sechs Wochen ausgebrannt. Seither stand das Wrack auf dem Parkplatz eines Abschleppunternehmens in Walchsee (Bezirk Kufstein). Es konnte in Österreich kein Entsorger dafür gefunden werden.

Zuvor wollte sich auch kein Entsorger aus Tirol dem Problem annehmen. Man wisse nämlich nicht genau, was in der Batterie drin ist, sagte Entsorgungsfachmann Martin Klingler gegenüber Ö1. Eine solche Batterie sei daher nämlich "brandgefährlich", meinte Fachfrau Ingeborg Freudenthaler.

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Selbst Techniker von Tesla kamen nicht weiter

Die Techniker von Tesla, die für den Ausbau der Batterie angereist waren, hatten nicht die nötige Genehmigung, um die Batterie weiter zu zerlegen, berichtete der ORF Tirol vor wenigen Tagen.

Tesla hatte zwar eine Firma angegeben, an die man sich im Falle einer Entsorgung wenden soll, die hatte jedoch keine Lizenz dafür. Diese wird vom Verkehrsministerium ausgestellt, dort habe sich aber noch niemand von Tesla diesbezüglich gemeldet, hieß es aus dem Ministerium. Außerdem gibt es in Österreich auch kein Werk, das die Lithiumbatterien recyceln würde.

Tiroler Firma aus dem Bezirk Kitzbühel hilft aus

Weil die Tesla-Techniker anschließend nicht mehr weitergekommen waren, wendeten sie sich in der Not an das Spezialunternehmen SEDA Umwelttechnik in Kössen. Das Unternehmen wird nun laut dem Bericht gemeinsam mit Tesla an künftigen Entsorgungslösungen für die Batterien der Elektroautos arbeiten.

Die Karosserie wurde inzwischen zur Verschrottung gebracht, der 600 Kilogramm schwere Akku wurde vom Auto getrennt.

Umweltministerium: Hersteller zur kostenlosen Rücknahme verpflichtet

Für Christian Holzer, Sektionschef im Umweltministerium, ist klar, dass jeder, der eine Batterie in den Verkehr setzt, sie auch "unentgeltlich zurücknehmen beziehungsweise für Rücknahmestellen sorgen" muss. Derzeit gäbe es rund 30.000 Elektroautos in Österreich, die 150.000 Kilogramm Abfall produzieren, so der Verband der Österreichischen Versorgungsbetriebe. (red mit apa)

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