Kostenexplosion im Transport: Wer jetzt ineffizient fährt, verliert Geld
Im aktuellen Blitztalk erklärt Wolfgang Schmid, Head of Central Region bei Webfleet, warum datenbasiertes Flottenmanagement gerade in Krisenzeiten zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor wird.
Die Krise kommt von außen – Einsparungen müssen von innen kommen
Treibstoffpreise lassen sich nicht kontrollieren. Genau deshalb müssen Unternehmen laut Schmid an den Stellschrauben arbeiten, die sie tatsächlich beeinflussen können: Fahrverhalten, Routenplanung, Reifendruck und die intelligente Nutzung von Fahrzeugdaten. Effizienz werde in wirtschaftlich schwierigen Zeiten zum wichtigsten Faktor überhaupt.
Besonders großes Potenzial steckt im Fahrverhalten. Schon kleine Änderungen beim Beschleunigen, Bremsen oder der allgemeinen Fahrweise können den Verbrauch deutlich reduzieren. Viele Unternehmen berichten laut Webfleet von Einsparungen zwischen fünf und zehn Prozent – abhängig von Ausgangslage und Flotte.
Smiley statt Strafpredigt: Warum Fahrer sofortiges Feedback brauchen
Entscheidend sei nicht Kontrolle, sondern unmittelbares Feedback. Moderne Flottenmanagementsysteme zeigen Fahrerinnen und Fahrern direkt im Fahrzeug, wie effizient sie unterwegs sind – oft mit einfachen Symbolen wie Smileys. Was simpel klingt, funktioniert erstaunlich gut.
Der Grund: Menschen wollen grundsätzlich gute Arbeit leisten. Wird das Fahrverhalten transparent und nachvollziehbar dargestellt, steigt die Motivation automatisch. Gleichzeitig vermeiden Unternehmen Diskussionen auf Basis von Bauchgefühl, weil Entscheidungen datenbasiert getroffen werden.
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Die versteckten Kosten, die Unternehmen unterschätzen
Nicht nur der Fahrstil kostet Geld. Auch scheinbare Kleinigkeiten wie falscher Reifendruck wirken sich massiv auf den Verbrauch aus. Schon wenige Bar Unterschied erhöhen den Rollwiderstand spürbar. Moderne Systeme überwachen den Reifendruck automatisch und melden Probleme frühzeitig an die Zentrale. Dadurch lassen sich nicht nur Kraftstoffkosten senken, sondern auch Ausfälle und teure Reparaturen vermeiden.
Hinzu kommen unnötige Fahrten, schlechte Tourenplanung oder ineffiziente Abläufe im Alltag. Laut Schmid entstehen genau hier oft die „verdeckten Kosten“, die Unternehmen lange gar nicht bemerken.
Schluss mit Excel-Wüsten: KI soll Fuhrparks künftig aktiv steuern
Viele Unternehmen sammeln inzwischen riesige Mengen an Daten – nutzen sie aber kaum sinnvoll. Reports verschwinden in Ordnern, Dashboards bleiben unbeachtet. Die Zukunft liegt laut Webfleet deshalb in intelligenten Systemen, die konkrete Handlungsempfehlungen liefern.
Künftig könnten KI-Systeme morgens automatisch anzeigen, welche drei Themen im Fuhrpark heute die höchste Priorität haben: welches Fahrzeug auffällig viel verbraucht, wo Wartung nötig wird oder welche Route optimiert werden sollte.
E-Mobilität gewinnt durch hohe Dieselpreise wieder an Attraktivität
Der aktuelle Ölpreisschock könnte auch den Umstieg auf E-Mobilität beschleunigen. Laut Schmid verändert sich die Diskussion in vielen Unternehmen gerade grundlegend: Früher galt die Sorge um Reichweite als größtes Problem. Heute wird zunehmend gerechnet, ab wann sich Elektro-LKW wirtschaftlich stärker lohnen als Diesel-Fahrzeuge.
Doch auch hier gelte: Ohne Daten funktioniert die Transformation nicht. Ladeinfrastruktur, Standzeiten und Routen müssen exakt analysiert werden, bevor Unternehmen investieren. Wer hektisch reagiert, riskiert teure Fehlentscheidungen.