Rankings Executive MBA : Wer sind die Besten? Österreichs MBA – Lehrgänge im Test
Die Top 3 der Executive MBA-Anbieter im INDUSTRIEMAGAZIN Ranking 2024 wechselten die Plätze im Professional MBA-Ranking. Die TU Wien Academy for Continuing Education belegt den ersten Platz, gefolgt von der Donau-Uni und der WU Executive Academy. Erfahren Sie, welche Themen der Professional MBA abdeckt und wie er Ihre Karriere im mittleren Management vorantreiben kann.
Das Bildungsangebot für postgraduale Studien ist in Österreich vielfältig und in verschiedenen Tiefgängen absolvierbar. Es erstreckt sich über breit gefächerte Spezialisierungen, forciert die Netzwerkbildung und stärkt Führungsqualitäten. Voraussetzungen für die Bewerbung sind bei den meisten MBA – Lehrgängen ein abgeschlossenes Studium, eine bestimmte Jahresanzahl an Arbeitserfahrung und Erfahrung als Führungskraft (im Durchschnitt zwischen 3 und 5 Jahren). Ohne Uni-Abschluss zählen die Arbeitsjahre in Führungspositionen (je nach Anbieter zwischen 5 und 10 Jahren).
Nie mehr die wichtigsten News aus Österreichs Industrie verpassen? Abonnieren Sie unser Daily Briefing: Was in der Industrie wichtig wird. Täglich um 7 Uhr in Ihrer Inbox. Hier geht’s zur Anmeldung!
Executive MBA vs. Professional MBA: Was sind die Unterschiede?
Im Ranking des INDUSTRIEMAGAZIN wurde zwischen Executive MBA (EMBA) und Professional MBA (PMBA) unterschieden. EMBA-Programme legen den Schwerpunkt oft auf fortgeschrittenen Führungs- und Managementkonzepte. Strategisches Denken und Entscheidungsfindung auf Unternehmensebene sind im Fokus. Die Lehrinhalte sind darauf ausgerichtet, Führungskräfte auf komplexe Geschäftsszenarien vorzubereiten und ihre Fähigkeiten auf höchstem Niveau zu entwickeln. Als Unterrichtssprache wird vorwiegend Englisch oder eine Kombination aus Deutsch und Englisch gewählt. So werden internationale Aspekte einbezogen und Auslandsaufenthalte und Partnerschaften mit ausländischen Universitäten nahtlos gestaltet.
Die Mehrheit der österreichischen MBA sind mit dem Qualitätssiegel verschiedener Akkreditierungsinitiativen zertifiziert, wie der AACSB (Association to Advance Collegiate Schools of Business), der FIBAA (Foundation for International Business Administration Accreditation) oder der AACSB (Association to Advance Collegiate Schools of Business). Nach durchschnittlich zwei Jahren, die in Form von Block- und Wochenendveranstaltungen, Auslandsaufenthalten und „blended learning“, dem Mix aus Präsenzunterricht und Online-Lernen, verbracht werden, halten die Teilnehmenden ihr Diplom in der Hand.
Wir vergrößern den Handlungsspielraum unserer Teilnehmenden, indem sie als Führungskräfte ihre Skills und ihr Mindset weiterentwickeln, ihr Management Know-how erweitern und Einblicke in die aktuellsten globalen Technologietrends bekommen.Univ.Prof. Dr. Wolfgang H. Güttel, Dekan Academy for Continuing Education, TU Wien
Die Sieger im neuen Executive MBA Ranking (EMBA)
Das Siegerpodest im MBA-Ranking erklomm dieses Jahr das Executive MBA-Programm der Donau Uni Krems und konnte sich von dem dritten auf den ersten Platz verbessern. Neben State-of-the-Art Know-How in General Management Themen, wählen Teilnehmende in diesem Programm aus diversen Spezialisierungen wie Agile Organizations and Collective Leadership, digitale Transformation in Wirtschaft und Verwaltung oder Sustainable Management CP. Auf die Entwicklung der persönlichen Führungsqualitäten wird ebenso Wert gelegt wie auf die Weiterbildung der Teilnehmenden im Hinblick auf neue Umfelder.
„Erfahrene wie angehende Führungskräfte werden in unserem MBA-Studium auf den Umgang mit aktuellen Herausforderungen wie KI und Nachhaltigkeit, steigende Komplexität und laufender Transformationen vorbereitet“, erklärt Dr. Barbara Brenner, Dekanin der Fakultät für Wirtschaft und Globalisierung, Donau Uni Krems, den Schwerpunkt des erfolgreichen postgradualen Lehrgangs. Vier Semester dauert das Programm und ist mit Kosten von € 24.900,– verbunden. Shooting-Star des Rankings 2024 ist das Angebot der TU Wien Academy for Continuing Education. Vom letztjährigen Platz acht katapultierte sich das Executive MBA-Programme auf den dritten Platz und erklomm somit einen Platz auf dem Stockerl.
„Wir vergrößern den Handlungsspielraum unserer Teilnehmenden, indem sie als Führungskräfte ihre Skills und ihr Mindset weiterentwickeln, ihr Management Know-how erweitern und Einblicke in die aktuellsten globalen Technologietrends bekommen“, sagt Univ. Prof. Dr. Wolfgang Güttel, Dekan der Academy for Continuing Education, TU Wien. Persönliches Wachstum, um reflektierte Entscheidungen zu treffen, ist in dem Programm dabei ebenso wichtig wie die Erweiterung des Netzwerkes und der Austausch zwischen Teilnehmenden, den Forschern der TU und Industriepartnern. Unterrichtet wird auf Deutsch und Englisch. Zwei bis vier Semester beträgt die Lehrzeit in den verschiedenen Programmen bei einem Kosteneinsatz von € 24.400,– bis 32.000,– je nach Wahl des Angebots.
Erfahrene wie angehende Führungskräfte werden in unserem MBA-Studium auf den Umgang mit aktuellen Herausforderungen wie KI und Nachhaltigkeit, steigende Komplexität und laufender Transformationen vorbereitet.Univ.-Prof. Dr. Barbara Brenner, Dekanin der Fakultät für Wirtschaft und Globalisierung, Donau Uni Krems
Die wichtigstem im Professional MBA Anbieter Ranking
„Bäumchen wechsle dich“ spielten die drei Sieger des Executive MBA Rankings in der Reihung der nächsten Kategorie: der wichtigsten Professional MBA-Anbieter. Der mit einigem Abstand erste Platz ging in diesem Fall an die TU Wien Academy for Continuing Education. Gefolgt von einer beinahe ex aequo Landung der Donau-Uni auf dem zweiten Platz und der WU Executive Academy auf Nummer drei. Im Unterschied zum EMBA deckt der Professional MBA (PMBA) meist eine breitere Palette an Themen ab. Managementkonzepte werden ebenso unterrichtet wie Spezialbereiche, z.B. Marketing, Finanzen, Informationstechnologie und viele mehr. Manche PMBA umfassen außerdem Kurse zur Entwicklung von Fähigkeiten in Kommunikation, Teamarbeit und Problemlösung, die einen Karriere-Boost im mittleren Management zum Ziel haben.
Ein MBA ist ein kraftvoller Karriere-Booster, denn er eröffnet völlig neue Perspektiven. Nicht nur in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten macht es Sinn, in den eigenen Marktwert zu investieren und dadurch seine Wettbewerbsposition gegenüber anderen nachhaltig zu verbessern.Barbara Stöttinger, Dekanin der WU Executive Academy
Von Wien bis Minnesota: Die Vielfalt der MBA-Programme in Österreich
Das Investment in eine postgraduale Ausbildung ist nicht billig und die Angebotspalette in Österreich ist divers. Es empfiehlt sich, die inhaltlichen Auswahlmöglichkeiten, Zertifizierungen und eventuelle Auslandsaufenthalte mit den persönlichen Zielen abzugleichen. Die günstigste Variante bietet derzeit die Vienna Management Academy der FH Wien der WKW. Die Teilnahme am deutsch/englischsprachigen MBA-Programm kostet € 19.500. Das Programm dauert 3 Semester und beinhaltet ein zweiwöchiges Auslandsmodul. Am anderen Ende der Kostenstruktur steht das Global Executive MBA Programm der Executive Academy der WU. Es umfasst zwei MBA-Abschlüsse (aus Österreich und der University of Minnesota), mögliche Auslandsaufenthalte wie etwa in Argentinien, Brasilien, China, Indien oder den USA.
Die Inhalte werden auf Englisch berufsbegleitend innerhalb von 16 Monaten vermittelt. Um diesen Abschluss zu erhalten, müssen Teilnehmer tiefer in die Tasche greifen und € 59.000,– bezahlen. Im Ranking der österreichischen MBA-Anbieter landete das anspruchsvolle Programm der WU Wien dieses Jahr auf dem zweiten Platz. „Ein MBA ist ein kraftvoller Karriere-Booster, denn er eröffnet völlig neue Perspektiven. Nicht nur in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten macht es Sinn, in den eigenen Marktwert zu investieren und dadurch seine Wettbewerbsposition gegenüber anderen nachhaltig zu verbessern“, sagt Barbara Stöttinger, Dekanin der WU Executive Academy.
Zur Studie: 200 Führungskräfte aus österreichischen Unternehmen mit zwischen 20 und 1.000 Mitarbeitern wurden befragt. Um das Ranking zu erstellen, wurde zunächst die Bekanntheit einzelner Anbieter gestützt abgefragt. Im zweiten Schritt erhob man, ob die Studienteilnehmer Erfahrungen mit dem genannten Anbieter haben. Bei einer positiven Antwort wurde abgefragt, ob der/die Befragte diesen Anbieter weiterempfehlen würde. Die Summe aus Bekanntheit und Weiterempfehlungsquote ergab die Platzierung.